{"id":387,"date":"2015-07-17T14:55:06","date_gmt":"2015-07-17T14:55:06","guid":{"rendered":"http:\/\/earbook.online\/hicen\/de\/?page_id=387"},"modified":"2015-07-22T23:12:24","modified_gmt":"2015-07-22T23:12:24","slug":"3-fruhe-versorgung-mit-apparativen-horhilfen","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/earbook.online\/hicen\/de\/3-fruhe-versorgung-mit-apparativen-horhilfen\/","title":{"rendered":"3 -Fr\u00fche Versorgung mit apparativen H\u00f6rhilfen"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: center;\"><strong><span style=\"font-size: 32pt;\">Fr\u00fche Versorgung mit apparativen H\u00f6rhilfen<\/span><\/strong><br \/>\nAndrea Bohnert<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">stellt dar, welche M\u00f6glichkeiten der apparativen Versorgung es f\u00fcr junge Kinder gibt und was bei der Auswahl der Versorgungsart und der Handhabung der Technik zu beachten ist.<\/p>\n<h1>Einf\u00fchrung<\/h1>\n<p>M\u00f6glichkeiten und Grenzen der Versorgung fr\u00fchkindlicher H\u00f6rst\u00f6rungen sind nicht nur bestimmt durch den Zeitpunkt der Diagnose, sondern auch durch die Qualit\u00e4t der Versorgung. F\u00fcr Kinder mit einem angeborenen bzw. fr\u00fch erworbenen H\u00f6rschaden ist die H\u00f6rerfahrung in den ersten Lebensjahren von entscheidender Bedeutung. Sowohl die neurologischen Reifungsprozesse, die Entwicklung der H\u00f6rf\u00e4higkeit, als auch der Erwerb von Sprache sind davon abh\u00e4ngig. Innerhalb dieser sensiblen Phase der postnatalen Reifung des Geh\u00f6rs ist daher eine normale Entwicklung nur durch eine ausreichende akustische Stimulation m\u00f6glich. Verstreicht diese Phase ungenutzt, so hat dies schwerwiegende Folgen f\u00fcr die H\u00f6r-Sprachentwicklung der Kinder. Eine ganze Reihe von Studien (Robinshaw, 1995; Apuzzo und Yoshinaga-Itano, 1995) konnte zeigen, dass hochgradig schwerh\u00f6rige Kinder, die vor Vollendung der ersten 6 Lebensmonate mit H\u00f6rger\u00e4ten versorgt werden und entsprechende Fr\u00fchf\u00f6rderma\u00dfnahmen erhalten, eine Sprachentwicklung durchlaufen k\u00f6nnen, die sich im unteren Bereich der Altersnorm bewegt. Ihr Spracherwerb liegt \u00fcber dem sp\u00e4ter erkannter und versorgter Kinder (Yoshinaga-Itano, 2001).<\/p>\n<p>Richard Seewald hat einmal gesagt: \u201eKinder sind keine kleinen Erwachsenen\u201c. Er meint damit, dass man audiologische Methoden, die f\u00fcr die Versorgung Erwachsener entwickelt wurden, nicht ohne weiteres bei Kindern einsetzen kann. Die H\u00f6rger\u00e4te-Versorgung im S\u00e4uglings- und Kindesalter weicht in vielen Punkten erheblich von der Versorgung Erwachsener ab. Diese Besonderheiten m\u00fcssen in jedem Fall ber\u00fccksichtigt werden. Mittlerweile gibt es Methoden, die speziell f\u00fcr die Kinderversorgung entwickelt wurden und somit eine kindgerechte apparative Versorgung bereits innerhalb des ersten Lebenshalbjahres erlauben.<\/p>\n<p>In den folgenden Kapiteln werden sowohl die Besonderheiten als auch die Handhabung der apparativen Versorgung (H\u00f6rger\u00e4te-Versorgung, Versorgung mit einem Cochlea-Implantat, zus\u00e4tzliche Versorgung mit einer FM-Anlage) f\u00fcr das Lebensalter 0 \u2013 3 Jahre beschrieben. Die hier gegebenen Tipps und \u00a0Hinweise sollen Ihnen in Ihrem beruflichen Alltag dabei helfen, sicherer mit einem h\u00f6rgesch\u00e4digten Kind umzugehen.<\/p>\n<h1>Kapitel I &#8211; Besonderheiten bei der H\u00f6rger\u00e4teversorgung im Kindesalter<\/h1>\n<h2>Lernziel<\/h2>\n<p>Dank des Neugeborenen-H\u00f6rscreening (NHS), dank verbesserter elektrophysiologischer Diagnostik-Verfahren und enormer Fortschritte in der H\u00f6rger\u00e4te-Technologie konnten die Chancen schwerh\u00f6riger Kinder in den letzten Jahren deutlich verbessert werden. In dem folgenden Kapitel wird beschrieben, in welchen Punkten die H\u00f6rger\u00e4te-Versorgung im S\u00e4uglings- und Kindesalter von der Versorgung Erwachsener abweicht und weshalb es so wichtig ist, speziell f\u00fcr Kinder entwickelte Verfahren einzusetzen.<\/p>\n<h2>H\u00f6rsituation<\/h2>\n<p>Die H\u00f6rsituationen im S\u00e4uglingsalter sind andere als im Erwachsenenalter. S\u00e4uglinge und Kleinkinder befinden sich bei Ansprache zumeist auf dem Arm, an der Brust oder auf dem Scho\u00df der Mutter. Die Kinder liegen die meiste Zeit des Tages. S\u00e4uglinge verf\u00fcgen noch \u00fcber keinerlei Kopfkontrolle. Dies kann das r\u00fcckkopplungsfreie Tragen von H\u00f6rger\u00e4ten sehr erschweren. Mit zunehmendem Alter ver\u00e4ndern sich dann die H\u00f6rsituationen f\u00fcr die Kinder. Durch wachsende Mobilit\u00e4t entstehen immer h\u00e4ufiger wechselnde H\u00f6rsituationen. Steht w\u00e4hrend des ersten Lebensjahres also noch eine breitbandige Frequenz\u00fcbertragung aus dem akustischen Nahbereich des Kindes im Vordergrund, so werden mit dem Laufen lernen schnell die Entfernungen zur Schallquelle gr\u00f6\u00dfer. Mit zunehmender Erweiterung des kindlichen Aktionsradius ver\u00e4ndern sich somit auch die Anforderungsprofile an die H\u00f6rger\u00e4te.<\/p>\n<h2>Anatomische Bedingungen \/ Ohrpassst\u00fcck<\/h2>\n<p>Die anatomischen Bedingungen beim S\u00e4ugling und Kleinkind sind ebenfalls andere als beim Erwachsenen. Ohrmuschel und Geh\u00f6rgang bestehen aus sehr nachgiebigem Gewebe. Der Geh\u00f6rgang selbst ist k\u00fcrzer und mehr gerade. Die Schallaufnahme erfolgt daher bei S\u00e4uglingen und Kleinkindern durch kleinere Geh\u00f6rg\u00e4nge, welche, anders als beim Erwachsenen, zu h\u00f6heren Frequenzen hin verschobene Schalldrucktransformationen erzeugen. BILD 1 Durch diese besonderen anatomischen Bedingungen und die fehlende Kopfkontrolle ist das r\u00fcckkopplungsfreie Tragen der H\u00f6rger\u00e4te gerade in den ersten Lebensmonaten h\u00e4ufig erschwert. Die H\u00f6rger\u00e4te pfeifen sehr h\u00e4ufig. Dies ist unangenehm f\u00fcr die Bezugspersonen des Kindes und je nach Schwerh\u00f6rigkeitsgrad ggf. auch sehr unangenehm f\u00fcr das Kind selbst. Je hochgradiger die Schwerh\u00f6rigkeit, umso schneller kommt es zu diesem R\u00fcckkopplungspfeifen. \u00a0Deshalb bedarf es gr\u00f6\u00dftm\u00f6glicher Erfahrung bei der Abdrucknahme und der Anfertigung der Otoplastik. Die Otoplastik\u00a0 BILD 2, auch Ohrpassst\u00fcck genannt, dient einerseits zur\u00a0 Halterung und Befestigung des H\u00f6rger\u00e4tes am \u00e4u\u00dferen Ohr, in erster Linie jedoch zur akustischen \u00dcbertragung des verst\u00e4rkten Signals vom H\u00f6rger\u00e4teh\u00f6rer zum Trommelfell. Hierbei ist es wichtig, dass der Sitz der Otoplastik m\u00f6glichst exakt ist, um eine hohe akustische Abdichtung zu gew\u00e4hrleisten und somit\u00a0 R\u00fcckkopplungen zu vermieden. Eine weitere Aufgabe der Otoplastik kann die Verbesserung der akustischen \u00dcbertragungscharakteristik sein. Dies kann durch Zusatzbohrungen erreicht werden.<\/p>\n<p>Die Anfertigung einer sog. \u201eM\u00fcller-Kralle\u201c BILD 3 und Bild 4 kann dazu beitragen, das R\u00fcckkopplungsproblem beim S\u00e4ugling besser zu\u00a0 beherrschen. Bei weiterhin vorhandener R\u00fcckkopplung empfehlen sich eine Dichtigkeitsmessung und eine erneute Anfertigung der Otoplastik. Keinesfalls sollte deshalb die Verst\u00e4rkung des H\u00f6rger\u00e4tes zur\u00fcckgenommen werden. Dies w\u00fcrde zu einer Unterversorgung f\u00fchren. Zur Herstellung der Otoplastik wird die Verwendung von Softmaterialien empfohlen, um die Verletzungsgefahr m\u00f6glichst gering zu halten.<\/p>\n<h2>Au\u00dfenohr\u00fcbertragungsfunktion<\/h2>\n<p>Schon sehr fr\u00fch, Anfang der 70er Jahre, haben Keller und Biesalski darauf aufmerksam gemacht, dass S\u00e4uglinge und Kleinkinder ein geringeres Geh\u00f6rgangsvolumen als Erwachsene haben und dass dies unbedingt bei der Berechnung der Verst\u00e4rkungsleistung von H\u00f6rger\u00e4ten bei der kindlichen H\u00f6rger\u00e4teversorgung zu ber\u00fccksichtigen sei. Auch Kruger und Ruben haben Ende der 80er Jahre berichtet, dass das Geh\u00f6rgangsvolumen beim Neugeborenen zwei bis dreimal niedriger liegen kann als im Mittel beim Erwachsenen. Feigin und Kollegen haben festgestellt, dass die Differenz zwischen den Schalldruckpegeln, die bei Kindern unter f\u00fcnf Jahren im verschlossenen Geh\u00f6rgang auftreten und denen, die am Kuppler gemessen werden, die entsprechenden Werte Erwachsener signifikant \u00fcbersteigen. Der so genannte Kuppler stellt das Standard-Geh\u00f6rgangsvolumen eines Erwachsenen dar und wird als Messreferenz in der H\u00f6rger\u00e4teversorgung genutzt. Insgesamt konnten seit damals eine Reihe von Untersuchungen zeigen (Kruger und Ruben, 1987;\u00a0 Bohnert et al., 2001; Bohnert und Brantzen 2004; Bagatto et al. 2002), dass die Messwerte, die man am Erwachsenen-Kuppler erh\u00e4lt, keine ausreichenden Informationen \u00fcber alters- und frequenzspezifische Geh\u00f6rgangseigenschaften bei S\u00e4uglingen und Kleinkindern liefern. Diese Informationen werden jedoch ben\u00f6tigt, um die Verst\u00e4rkungsleistung eines H\u00f6rger\u00e4tes zu berechnen. Ein gro\u00dfes Geh\u00f6rgangsvolumen bedeutet, dass man mehr Verst\u00e4rkung berechnen muss, da der Schalldruckpegel am Trommelfell sich verringert, ein kleines Geh\u00f6rgangsvolumen f\u00fchrt jedoch dazu, dass man\u00a0 weniger Verst\u00e4rkung berechnen muss, da sich der Schalldruckpegel am Trommelfell erh\u00f6ht. Wird also das Geh\u00f6rgangsvolumen eines Kindes nicht exakt bestimmt, sondern nur gesch\u00e4tzt auf Basis eines durchschnittlichen Erwachsenen-Volumens (Kupplermessung), so kann das H\u00f6rger\u00e4t zu laut oder zu leise eingestellt sein. Sind die H\u00f6rger\u00e4te zu laut eingestellt, wird das Kind sie m\u00f6glicherweise ablehnen und sein Resth\u00f6rverm\u00f6gen w\u00e4re nicht ausreichend gesch\u00fctzt. Sind die H\u00f6rger\u00e4te zu leise eingestellt, k\u00f6nnen Sprachsignale nicht ausreichend \u00fcbertragen werden. Eine Anpassung bei S\u00e4uglingen und Kindern\u00a0 allein aufgrund von Erwachsenen-Kupplerwerten ist aus diesem Grunde nicht akzeptabel. Es sollte daher stets die sogenannte RECD-Messung (Real-Ear-to-Coupler-Difference-Messung) eingesetzt werden, welche die individuellen Gegebenheiten des kindlichen Geh\u00f6rganges und der individuellen Otoplastik beim Anpassvorgang ber\u00fccksichtigt (Moodie et. al 1994).\u00a0 Bei der RECD-Messung wird ein kleiner Sondenschlauch in den Geh\u00f6rgang des Kindes eingef\u00fchrt. \u00a0Zus\u00e4tzlich wird die individuelle Otoplastik gekoppelt mit einem Einsteckh\u00f6rer in das Ohr gesetzt. Dann kann gemessen werden. Die Messung selbst dauert nur wenige Sekunden. Die Daten werden in einer Datenbank abgespeichert und k\u00f6nnen dann, ohne weitere Belastung des Kindes, als Basis f\u00fcr die H\u00f6rger\u00e4teeinstellung verwendet werden. BILD 5 Studien konnten zeigen, dass solche Messungen bereits ab dem 2. Lebensmonat zuverl\u00e4ssig durchgef\u00fchrt werden k\u00f6nnen. Sollte es bei einem Kind nicht m\u00f6glich sein, die individuelle Geh\u00f6rgangsmessung durchzuf\u00fchren, so stellt das System Mittelwerte f\u00fcr jeden Lebensmonat zur Verf\u00fcgung. Diese Mittelwerte beruhen auf umfangreichen Geh\u00f6rgangsmessungen an Kindern ab dem S\u00e4uglingsalter.<\/p>\n<h2>Anpassalgorithmen<\/h2>\n<p>F\u00fcr die H\u00f6rger\u00e4teanpassung m\u00fcssen frequenzspezifische Daten zur Verf\u00fcgung gestellt werden. Anhand dieser Daten sollte die H\u00f6rger\u00e4te-Einstellung aufgrund von Anpassregeln \u00a0erfolgen, die speziell f\u00fcr Kinder entwickelt wurden. Diese Anpassregeln werden auch Anpassalgorithmen genannt. Von den zur Verf\u00fcgung stehenden Anpassalgorithmen erf\u00fcllen die Verfahren DSL[i\/o] v 4.1, DSL m[i\/o] v 5.0 (Seewald et al, 2005) und NAL-NL1, NL2 diese Anforderungen. In Deutschland wird bei Kindern zumeist das DSL-Verfahren angewendet. Das DSL[i\/o]-Verfahren ber\u00fccksichtigt das Lebensalter des Kindes, den Audiometerwandlertyp (Freifeld, Einsteckh\u00f6rer, Kopfh\u00f6rer), die Tonschwelle, die Unbehaglichkeitsschwelle, und das LTASS (mittlere Langzeitsprachspektrum). Die weiterentwickelte DSL m[i\/o] v 5.0-Version ber\u00fccksichtigt zudem die Daten der Elektrischen Reaktions-Audiometrie (ERA), \u00fcberarbeitete RECD-Normwerte, Schallleitungskomponenten, Mehrkanalkompression, Zielkurven sowohl f\u00fcr leise als auch f\u00fcr laute H\u00f6rsituationen und die binaurale, also beidohrige, Anpassung.<\/p>\n<p>Entsprechend den audiometrischen Daten, insbesondere auch der frequenzspezifischen H\u00f6rschwelle, erfolgt somit die Voreinstellung der H\u00f6rger\u00e4te auf Basis des Anpassalgorithmus.<\/p>\n<p>Die Ergebnisse der Berechnungen aus dem Anpassalgorithmus und die Einstellung der H\u00f6rger\u00e4te sollten mittels eines so genannten SPLogram (Sound-Pressure-Level-Output-Diagram)\u00a0 \u00fcberpr\u00fcft werden. BILD 6 Anhand des SPLograms wird der Nachweis einer optimierten \u00dcbertragung des mittleren Langzeitsprachspektrums (LTASS) erbracht, das hei\u00dft, es werden leise als auch laute Sprachanteile innerhalb des Restdynamikbereiches des schwerh\u00f6rigen Kindes abgebildet. Eine unzureichende \u00dcbertragung z.B. leiser\u00a0 oder hochfrequenter Sprachanteile ist besonders zu begr\u00fcnden. BILD 7<\/p>\n<p>Nach der H\u00f6rger\u00e4te-Erstversorgung beginnt der Prozess der H\u00f6rentwicklung. Dieser Prozess ist dynamisch und von vielen Faktoren abh\u00e4ngig. Aus diesem Grunde muss auch die H\u00f6rger\u00e4teversorgung ein dynamischer Prozess sein. Zumeist wird dieser Prozess als\u00a0 entwicklungsbegleitende Anpassung bezeichnet. Damit ist jedoch nicht das sogenannte \u201eFinetuning\u201c gemeint. Ziel der entwicklungsbegleitenden Anpassung ist es, eine stets optimierte H\u00f6rger\u00e4teeinstellung w\u00e4hrend der gesamten Phase der H\u00f6r- und Sprachentwicklung eines Kindes zu gew\u00e4hrleisten. Unter \u201eFinetuning\u201c versteht man die Optimierung nach dem \u201eFirst fit\u201c (Ersteinstellung). Diese Optimierung sollte grunds\u00e4tzlich erfolgen und ist nicht abh\u00e4ngig vom Verlauf der Entwicklung des Kindes.<\/p>\n<h2>H\u00f6rger\u00e4te-Auswahl<\/h2>\n<p>Bei der H\u00f6rger\u00e4te-Auswahl sind verschiedene Anforderungen zu ber\u00fccksichtigen. Generell sollten digitale HdO-Ger\u00e4te mit m\u00f6glichst flexiblen Einstellm\u00f6glichkeiten zum Einsatz kommen, um auch komplizierte oder progrediente Schwellenverl\u00e4ufe gut versorgen zu k\u00f6nnen. Die H\u00f6rger\u00e4te sollten klein und robust sein und \u00fcber eine Batteriesicherung und einen FM-Anschluss (drahtloses Funksystem, s. Kapitel V) verf\u00fcgen. Zur Kontrolle einer m\u00f6glichen R\u00fcckkopplung sollten nur R\u00fcckkopplungsmanager verwendet werden, die gegenphasig arbeiten. Hierbei ist zu beachten, dass nach Aktivierung des R\u00fcckkopplungsmanagers stets eine Verst\u00e4rkungskontrolle durchgef\u00fchrt werden muss, damit gew\u00e4hrleistet ist, dass die H\u00f6rger\u00e4te noch immer \u00fcber ausreichend Verst\u00e4rkung verf\u00fcgen. Multimikrofontechnologie, St\u00f6rger\u00e4uschunterdr\u00fcckungsmanager, Multiprogramm-Manager und Lautst\u00e4rkeregler sollten im ersten Lebensjahr deaktiviert sein. Bislang liegen noch keine ausreichenden Studienergebnisse vor, ab welchem Lebensalter adaptive Richtmikrofone sinnvoll eingesetzt werden k\u00f6nnen. Es gibt jedoch verschiedene Arbeitsgruppen, die sich mit dieser Thematik besch\u00e4ftigen.<\/p>\n<h2>Erfolgskontrolle<\/h2>\n<p>Zum Abschluss der H\u00f6rger\u00e4te-Anpassung muss ein SPLogram mit dem Nachweis einer optimierten \u00dcbertragung des mittleren Langzeitssprachspektrums in den Restdynamikbereich des Kindes vorliegen. Es muss sichergestellt werden, dass auch leise Sprachanteile oder hochfrequente Bereiche ausreichend \u00fcbertragen werden. Im Rahmen einer visuell konditionierten Beobachtungs- bzw. Ablenkaudiometrie wird die Aufbl\u00e4hkurve (ABK) erstellt. Sie kann als Toleranztest eingesetzt werden und dient zur Plausibilit\u00e4tskontrolle. Dabei werden Verhaltens\u00e4nderungen des Kindes, wie z.B. Zuwendungsreaktionen der Augen oder des Kopfes zur Schallquelle, \u00c4nderungen der Mimik, Gestik oder der Atmung sowie Aktivit\u00e4ts\u00e4nderungen als Antwort auf akustische Reize im Freifeld sowie \u00fcber Knochenleitungsh\u00f6rer gepr\u00fcft. Unverzichtbar sind eine strukturierte Befragung der Eltern und der Einsatz von Beobachtungsb\u00f6gen sowohl f\u00fcr die Eltern als auch f\u00fcr die Fr\u00fchf\u00f6rder-P\u00e4dagogen.<\/p>\n<p>Innerhalb des ersten Lebensjahres sind folgende Bereiche st\u00e4ndig zu kontrollieren:<\/p>\n<p>Regelm\u00e4\u00dfige \u00dcberpr\u00fcfung aller diagnostischen Daten<\/p>\n<p>Regelm\u00e4\u00dfige \u00dcberpr\u00fcfung der RECD-Daten (Wachstum \/ Mittelohr-Verh\u00e4ltnisse)<\/p>\n<p>Regelm\u00e4\u00dfige \u00dcberpr\u00fcfung der H\u00f6rger\u00e4teeinstellung<\/p>\n<p>Regelm\u00e4\u00dfige \u201eFr\u00fche H\u00f6r- \/Sprachf\u00f6rderung\u201c<\/p>\n<p>Regelm\u00e4\u00dfiger Sprachstatus<\/p>\n<p>Sofort nach Best\u00e4tigung der Verdachtsdiagnose muss eine Meldung an die zust\u00e4ndige Fr\u00fchf\u00f6rderstelle erfolgen, so dass eine regelm\u00e4\u00dfige H\u00f6r-Sprachf\u00f6rderung stattfinden kann. W\u00e4hrend der H\u00f6rger\u00e4te-Versorgung sind Eltern \u00fcber Bedienung, Pflege, Zubeh\u00f6r-Artikel und technische Zusatzger\u00e4te zu informieren. Sp\u00e4testens mit Abschluss der H\u00f6rger\u00e4te-Verordnung ist den Eltern ein \u201eH\u00f6rger\u00e4te-Pass\u201c auszuh\u00e4ndigen.<\/p>\n<h2>Kontrollfragen<\/h2>\n<p>1. Wodurch wird das r\u00fcckkopplungsfreie Tragen eines H\u00f6rger\u00e4tes erschwert?<\/p>\n<p>fehlende Kopfkontrolle und \/ oder schlecht sitzende Otoplastiken<br \/>\nfehlende Kopfkontrolle<br \/>\nschlecht sitzende Otoplastiken<br \/>\nL\u00f6sung: a<\/p>\n<p>2. Warum ist es wichtig, das Geh\u00f6rgangsvolumen eines Kindes zu messen?<\/p>\n<p>damit es zu keiner \u00dcberversorgung bzw. Unterversorgung kommt<br \/>\ndamit es zu keiner \u00dcberversorgung kommt<br \/>\ndamit es zu keiner Unterversorgung kommt<br \/>\nL\u00f6sung: a<\/p>\n<p>3. Wie sollte ein H\u00f6rger\u00e4t f\u00fcr S\u00e4uglinge und Kleinkinder beschaffen sein?<\/p>\n<p>m\u00f6glichst gro\u00df, damit das Sprachsignal gut \u00fcbertragen wird<br \/>\nm\u00f6glichst gro\u00df, robust, mit Batteriefachsicherung und flexiblen Einstellm\u00f6glichkeiten<br \/>\nklein, robust, mit Batteriefachsicherung und flexiblen Einstellm\u00f6glichkeiten<br \/>\nklein, robust, mit flexiblen Einstellm\u00f6glichkeiten<br \/>\nL\u00f6sung: c<\/p>\n<h1>Kapitel II &#8211; Handhabung der H\u00f6rger\u00e4te<\/h1>\n<h2>Lernziel<\/h2>\n<p>In dem vorangegangenen Kapitel haben Sie einen Einblick \u00fcber die Besonderheiten der H\u00f6rger\u00e4teversorgung im S\u00e4uglings- und Kleinkindalter bekommen. In diesem Kapitel soll es nun\u00a0 darum gehen, wie Sie selbst \u00fcberpr\u00fcfen k\u00f6nnen, ob ein H\u00f6rger\u00e4t funktionst\u00fcchtig ist, wie Sie es einem Kind aufsetzen k\u00f6nnen, falls es mal heraus gefallen ist bzw. was Sie tun k\u00f6nnen, wenn ein H\u00f6rger\u00e4t pfeift, blinkt oder das Kind pl\u00f6tzlich nicht mehr auf\u00a0 Ansprache reagiert. Sie bekommen also Tipps f\u00fcr den allt\u00e4glichen Umgang mit einem Kind, das H\u00f6rger\u00e4te tr\u00e4gt.<\/p>\n<p>\u00dcberpr\u00fcfung der Funktionst\u00fcchtigkeit<\/p>\n<p>Alle H\u00f6rger\u00e4te ben\u00f6tigen zur Stromversorgung Batterien, damit sie mit ausreichend Strom versorgt sind. Bei den Batterien f\u00fcr H\u00f6rger\u00e4te handelt es sich zumeist um Zink-Luft-Batterien. Die fr\u00fcher verwendeten Quecksilber-Batterien sind nicht mehr gebr\u00e4uchlich, weil sie wegen ihres Schwermetall-Anteils die Umwelt stark belasten. Auch Zink-Luft-Batterien enthalten giftige Stoffe. Sie sind nicht so gef\u00e4hrlich wie Quecksilber-Batterien, es ist jedoch trotzdem unbedingt darauf zu achten, dass das Kind nicht versehentlich eine Batterie verschluckt. Zur \u00dcberpr\u00fcfung der Funktionst\u00fcchtigkeit k\u00f6nnen Sie das H\u00f6rger\u00e4t in die hohle Hand legen und einschalten. Es sollte dann pfeifen, weil der vom H\u00f6rger\u00e4t verst\u00e4rkte Schall wieder in das Mikrofon des H\u00f6rger\u00e4tes gelangt und ihn wieder verst\u00e4rkt. Pfeift es nicht, muss der Fehler gesucht werden. Sowohl die Schl\u00e4uche, als auch die Otoplastiken m\u00fcssen regelm\u00e4\u00dfig kontrolliert werden, da sich im Schlauch Schwitzwasser bilden kann bzw. Ohrschmalz die Otoplastik\u00a0 verstopfen kann.<\/p>\n<p>Die Funktionst\u00fcchtigkeit der H\u00f6rger\u00e4te und der Otoplastik muss t\u00e4glich \u00fcberpr\u00fcft werden.<\/p>\n<p>Beim Aufsetzen der H\u00f6rger\u00e4te ist darauf zu achten, dass die Seiten nicht verwechselt werden. In der Regel sind H\u00f6rger\u00e4te individuell f\u00fcr das rechte bzw. linke Ohr eingestellt. Dies ist besonders wichtig, wenn es sich um eine seitendifferente H\u00f6rst\u00f6rung handelt. Die H\u00f6rger\u00e4te sollten deshalb markiert sein. H\u00e4ufig findet man eine rote Markierung f\u00fcr die rechte Seite und eine blaue Markierung f\u00fcr die linke Seite. Da dies individuell auch mal anders sein kann, sollten Sie die Eltern fragen, wie die H\u00f6rger\u00e4te ihres Kindes gekennzeichnet sind. Schalten Sie die H\u00f6rger\u00e4te erst nach dem Einsetzen ein bzw. schalten Sie die H\u00f6rger\u00e4te vor dem Ausziehen aus, damit kein R\u00fcckkopplungspfeifen auftritt. So ist es angenehmer f\u00fcr das Kind.<\/p>\n<h2>Trouble shooting<\/h2>\n<p>Das H\u00f6rger\u00e4t pfeift nicht, wenn es sich in Ihrer Hand befindet:<\/p>\n<p>Pr\u00fcfen Sie, ob das H\u00f6rger\u00e4t eingeschaltet ist<br \/>\n\u00dcberpr\u00fcfen Sie die Leistung der Batterie<br \/>\n\u00dcberpr\u00fcfen Sie, ob die Otoplastik, der Schlauch oder der Winkel verstopft ist<br \/>\nDas H\u00f6rger\u00e4t pfeift, wenn es im Ohr des Kindes sitzt:<\/p>\n<p>Sollte ein Lautst\u00e4rkesteller am Ger\u00e4t sein, so \u00fcberpr\u00fcfen Sie, ob er richtig eingestellt ist<br \/>\n\u00dcberpr\u00fcfen Sie den Sitz der Otoplastik. M\u00f6glicherweise sitzt sie nicht vollst\u00e4ndig im Geh\u00f6rgang oder es haben sich Haare zwischen Otoplatik und Geh\u00f6rgang geschoben<br \/>\n\u00dcberpr\u00fcfen Sie, ob der Schallschlauch gut sitzt oder ob er einen Haar-Riss aufweist<br \/>\n\u00dcberpr\u00fcfen Sie das Geh\u00e4use des Ger\u00e4tes auf Bruchsch\u00e4den<br \/>\nM\u00f6glicherweise ist die Otoplastik zu klein. Das Ohr des Kindes ist gewachsen. In diesem Fall k\u00f6nnen Sie versuchen, die Otoplastik ein wenig einzucremen (Vaseline oder Baby\u00f6l). Das hilft jedoch nur kurzfristig. Es m\u00fcssen baldm\u00f6glichst neue Otoplastiken angefertigt werden.<br \/>\nDas Kind m\u00f6chte die H\u00f6rger\u00e4te nicht mehr tragen oder reagiert schlechter auf Ansprache:<\/p>\n<p>\u00fcberpr\u00fcfen Sie\u00a0 die Energieversorgung<br \/>\n\u00fcberpr\u00fcfen Sie, dass es zu keiner Seitenverwechselung der H\u00f6rger\u00e4te gekommen ist<br \/>\n\u00fcberpr\u00fcfen Sie die Schalterstellungen<\/p>\n<p>Kontrollfragen<\/p>\n<p>1. Warum m\u00fcssen Schl\u00e4uche und Otoplastiken regelm\u00e4\u00dfig \u00fcberpr\u00fcft werden?<\/p>\n<p>damit es nicht zu R\u00fcckkopplungen oder Verstopfungen kommt<br \/>\ndamit sie immer gut sauber sind<br \/>\ndamit es nicht zu Verstopfungen kommt<br \/>\ndamit es nicht zu R\u00fcckkopplungen kommt<br \/>\nL\u00f6sung: a<\/p>\n<p>2. Warum d\u00fcrfen die H\u00f6rger\u00e4te nicht verwechselt werden (rechts\/links)?<\/p>\n<p>da die H\u00f6rger\u00e4te dann immer zu laut sind<br \/>\nda die H\u00f6rger\u00e4te dann st\u00e4ndig pfeifen<br \/>\nda die H\u00f6rger\u00e4te dann immer zu leise sind<br \/>\ndas Kind versteht schlechter, da das eine H\u00f6rger\u00e4t zu laut bzw. das andere H\u00f6rger\u00e4t zu leise ist<br \/>\nL\u00f6sung: d<\/p>\n<p>3. Welche Energieversorgung wird f\u00fcr H\u00f6rger\u00e4te verwendet?<\/p>\n<p>Quecksilber-Batterien<br \/>\nAkkus<br \/>\nZink-Luft-Batterien<br \/>\nZink-Luft-Batterien oder Quecksilber-Batterien<br \/>\nL\u00f6sung: c<\/p>\n<h1>Kapitel III &#8211; Besonderheiten bei der Versorgung mit einem Cochlea-Implantat<\/h1>\n<h2>Lernziel<\/h2>\n<p>Die rechtzeitige Diagnose und die fr\u00fchzeitige Versorgung mit ad\u00e4quaten H\u00f6rger\u00e4ten reichen nicht immer aus, um einem schwerh\u00f6rigen Kind eine gute Sprachentwicklung zu erm\u00f6glichen. Kinder, bei denen die Funktion der Haarsinneszellen in der H\u00f6rschnecke so stark beeintr\u00e4chtigt ist, dass Sprache auch mit Hilfe sehr leistungsstarker H\u00f6rger\u00e4te nicht ausreichend verstanden werden kann, k\u00f6nnen mit einem Cochlea-Implantat versorgt werden. Das folgende Kapitel beschreibt die Wirkungsweise eines Cochlea-Implantates und den Unterschied zwischen unilateraler, bilateraler und bimodaler Cochlea-Implantat-Versorgung.<\/p>\n<h2>Wirkungsweise eines Cochlea-Implantates<\/h2>\n<p>Das Cochlea-Implantat, auch CI genannt, wandelt Schallwellen in elektrische Impulse um und versucht so die Funktion des Trommelfells, der Geh\u00f6rkn\u00f6chelchenkette und der Haarsinneszellen zu \u00fcbernehmen. Das CI besteht im Wesentlichen aus zwei Teilen, dem implantierbaren Teil und dem von au\u00dfen sichtbaren Sprachprozessor.\u00a0 Der implantierbare Teil (Empf\u00e4ngerspule mit Elektrode) wir w\u00e4hrend einer Operation in Vollnarkose dem Patienten eingesetzt. \u00dcber einen Hautschnitt hinter dem Ohr wird das Implantat unter der Haut auf dem Sch\u00e4delknochen platziert und fixiert. Die Implantat-Elektrode wird in die H\u00f6rschnecke eingef\u00fchrt. Beim Einlegen der Elektrode werden Ver\u00e4nderungen, die w\u00e4hrend des Wachstums auftreten k\u00f6nnen, ber\u00fccksichtigt. Der Hautschnitt hinter dem Ohr wird verschlossen und es bleibt in der Regel eine kleine Narbe. Der \u00e4u\u00dfere Teil des CI besteht aus dem Sprachprozessor mit dem Mikrofon, einem Batterieteil, der Sendespule und dem Verbindungskabel. Der Sprachprozessor wird, \u00e4hnlich wie ein H\u00f6rger\u00e4t, hinter dem Ohr getragen. Je nach Hersteller und Lebensalter des Patienten werden verschiede Tragevarianten angeboten. Mit Hilfe eines Magneten wird genau \u00fcber der implantierten Empf\u00e4ngerspule die \u00e4u\u00dfere Sendespule auf der Haut hinter dem Ohr festgehalten. Die mit dem Mikrofon empfangenen Signale werden im Sprachprozessor mittels Computerchip so umgewandelt, dass sie als elektrische Impulse von der Sendespule drahtlos durch die Haut auf die Empf\u00e4ngerspule \u00fcbertragen werden k\u00f6nnen. Von der Empf\u00e4ngerspule werden diese elektrischen Signale an die Elektrode in der Cochlea weitergeleitet und gelangen von dort an den H\u00f6rnerv. Diese elektrische Reizung des H\u00f6rnervs erzeugt im Gehirn einen H\u00f6reindruck. Der \u00e4u\u00dfere Teil des CI muss beim Duschen und Schwimmen abgenommen werden. Der Sprachprozessor kann im Falle eines technischen Defektes jederzeit ausgewechselt werden. Bei einem Funktionsausfall am Implantat kann ein Implantatwechsel nur operativ vorgenommen werden. Die Energieversorgung des Implantates erfolgt von au\u00dfen \u00fcber den Sprachprozessor.<\/p>\n<h2>Indikation<\/h2>\n<p>Das CI kommt dann in Frage, wenn die Funktion der Haarsinneszellen in der H\u00f6rschnecke so stark beeintr\u00e4chtigt ist, dass Sprache auch mit Hilfe sehr leistungsstarker H\u00f6rger\u00e4te nicht mehr verstanden bzw. erlernt werden kann. In der Regel erfolgt bei S\u00e4uglingen und Kleinkindern nach diagnostizierter Schwerh\u00f6rigkeit zun\u00e4chst \u00fcber mehrere Monate eine H\u00f6rger\u00e4teerprobungsphase. Wenn es bis dahin mit H\u00f6rger\u00e4ten nicht zu einem ausreichenden H\u00f6rgewinn und einer entsprechenden Sprachentwicklung kommt, kann \u2013 nach Abschluss der notwendigen Diagnostik \u2013 ein\u00a0 CI eingesetzt werden. Einzige Ausnahme ist die Ertaubung nach Meningitis. Hier ist rasches Handeln geboten, denn in Einzelf\u00e4llen kann es zu einer Obliteration (Verkn\u00f6cherung) der Cochlea kommen. Bei einer sp\u00e4teren Implantation kann dann die Elektrode m\u00f6glicherweise nicht mehr in der Cochlea platziert werden. \u00a0Voraussetzung f\u00fcr eine Implantation ist eine normale Struktur der H\u00f6rschnecke und die Funktionst\u00fcchtigkeit des H\u00f6rnervs. Das bedeutet, dass vor der Implantation eine umfangreiche Diagnostik mit Messungen am H\u00f6rorgan durchgef\u00fchrt werden muss. Zus\u00e4tzlich sind bildgebende Verfahren wie ein CT und ein MRT erforderlich. Da bei solchen Untersuchungen das Kind vollkommen ruhig liegen muss, ist zumeist die Gabe eines Sedierungsmittels (leichtes Schlafmittel) notwendig. Erst nach der Durchf\u00fchrung all dieser Untersuchungen, nach R\u00fccksprache mit der p\u00e4daudiologischen Fr\u00fchf\u00f6rderstelle, ggf. dem Kindergarten und ausf\u00fchrlicher Beratung und Aufkl\u00e4rung der Eltern, sollte gemeinsam eine Entscheidung \u00fcber eine OP getroffen werden. Bei einer solchen Entscheidung sollte stets, genau wie bei der H\u00f6rger\u00e4teversorgung, die Gesamtentwicklung des schwerh\u00f6rigen Kindes und seine famili\u00e4re Situation betrachtet werden. Der Entscheidungsprozess und die anschlie\u00dfende Rehabilitation sind daher\u00a0 als eine multidisziplin\u00e4re Aufgabe anzusehen und erfordern eine enge Kooperation aller beteiligten Fachdisziplinen.<\/p>\n<h2>Unilaterale \/ Bilaterale Versorgung<\/h2>\n<p>Dank des Neugeborenen-H\u00f6rscreenings und guter differentialdiagnostischer M\u00f6glichkeiten k\u00f6nnen Kinder heute bereits innerhalb des ersten Lebensjahres beidseits mit H\u00f6rger\u00e4ten versorgt werden. Setzt die gew\u00fcnschte Sprachentwicklung trotz fr\u00fcher H\u00f6rger\u00e4teversorgung nicht ein, kommt es zu einer Versorgung mit einem Cochlea-Implantat. In der Regel wird das Kind dann zun\u00e4chst nur mit einem Cochlea-Implantat (unilateral) versorgt, im Gegensatz zur H\u00f6rger\u00e4teversorgung, die fast immer beidseits, also bilateral, durchgef\u00fchrt wird. Dies hat verschiedene Gr\u00fcnde. Eltern entscheiden sich h\u00e4ufig zun\u00e4chst f\u00fcr die unilaterale Versorgung mit CI, da sie erst abwarten wollen, ob die CI-Versorgung erfolgreich verl\u00e4uft und sich mit entsprechender F\u00f6rderung der Erfolg bei der Sprachentwicklung einstellt. Viele Eltern m\u00f6chten ggf. H\u00f6rreste auf \u00a0dem \u201ezweiten Ohr\u201c f\u00fcr zuk\u00fcnftige Weiterentwicklungen der Technik erhalten. Die vielf\u00e4ltigen H\u00f6rsituationen des Alltags sind oft nur dadurch zu bew\u00e4ltigen, dass der Mensch dank zweier Ohren \u00fcber die F\u00e4higkeit des binauralen H\u00f6rens verf\u00fcgt. Das bedeutet, Richtungsh\u00f6ren, r\u00e4umliches H\u00f6ren und Signalquellentrennung sind nur durch das Zusammenspiel beider Ohren m\u00f6glich. Menschen mit zwei gesunden Ohren k\u00f6nnen sich im Alltag schnell und eindeutig orientieren, gezielt Ger\u00e4usche oder Sprache wahrnehmen und auch unter schwierigen akustischen Bedingungen, wie zum Beispiel in halligen R\u00e4umen, bei Stimmengewirr im Hintergrund oder bei sehr leisen H\u00f6reindr\u00fccken die wesentlichen H\u00f6rinformationen aufnehmen. Normalh\u00f6rende Menschen nutzen zum Richtungsh\u00f6ren interaurale Zeit- und Pegeldifferenzen sowie Beugungsph\u00e4nomene und Reflexionen des Schalls an der Ohrmuschel. Das hei\u00dft, der Mensch nimmt ein Schallsignal mit beiden Ohren unterschiedlich auf (aufgrund der seitlichen Anordnung am Kopf) und analysiert die geringen Unterschiede zwischen dem rechten und dem linken Ohr in der zentralen H\u00f6rverarbeitung (H\u00f6rnerv-\/bahn, H\u00f6rzentrum im Gehirn). Auf der Basis dieses vielschichtigen und komplizierten Vergleichs der H\u00f6runterschiede wird es m\u00f6glich Schallquellen zu lokalisieren und Sprache vom Hintergrundger\u00e4usch zu trennen. Bei einer einseitigen Cochlea-Implantat- oder H\u00f6rger\u00e4te-Versorgung kann das Kind diese Unterschiede nicht wahrnehmen und somit auch nicht f\u00fcr das Richtungsh\u00f6ren und das Sprachverstehen in l\u00e4rmerf\u00fcllter Umgebung (Kindergarten, Schule) nutzen. Das Fehlen solcher F\u00e4higkeiten beeintr\u00e4chtigt in nicht unerheblichem Ma\u00df das Konzentrationsverm\u00f6gen und somit die Leistungsf\u00e4higkeit schwerh\u00f6riger Kinder und ihre Sicherheit beispielsweise im Stra\u00dfenverkehr. Ein weiteres Argument f\u00fcr die beidseitige Versorgung mit einem Cochlea-Implantat ist die Erhaltung der H\u00f6rf\u00e4higkeit der einen Seite, falls die Funktion der 2. Seite zeitweise ausfallen sollte (z.B. Reparatur des Sprachprozessors etc.).<\/p>\n<p>Die bilaterale CI-Versorgung kann sowohl einzeitig (gleichzeitige Implantation beider Ohren) als auch zweizeitig (Implantation beider Ohren mit zeitlichem Abstand) durchgef\u00fchrt werden. Die Frage, ob eine einzeitige Versorgung der zweizeitigen Versorgung vorzuziehen ist wird von Fachleuten derzeit noch kontrovers diskutiert. Generell hat sich gezeigt, je fr\u00fcher eine apparative Versorgung einsetzt, umso besser wird die sensible Phase der Reifung zentraler Prozesse genutzt. Dies gilt nat\u00fcrlich auch f\u00fcr eine bilaterale CI-Versorgung. Der F\u00f6rderaufwand wird umso gr\u00f6\u00dfer, je l\u00e4nger der zeitliche Abstand zwischen den Implantationen ist.\u00a0 Forschungsergebnisse konnten zeigen, dass auch zweizeitig implantierte Kinder in der Lage sind binaurales H\u00f6ren zu erlernen. Eine zweizeitige Implantation erscheint nach den vorliegenden Erfahrungen daher nicht zwingend nachteilig zu sein. Eine Prognose, wie gut das h\u00f6rgest\u00f6rte Kind sp\u00e4ter verstehen und sprechen kann, ist zum Zeitpunkt der Implantation nicht m\u00f6glich. Das CI muss f\u00fcr jede Seite individuell eingestellt werden. In keinem Fall kann die Einstellung des CI-Prozessors der einen Seite genauso f\u00fcr die andere Seite \u00fcbernommen werden.<\/p>\n<h2>Bimodale Versorgung<\/h2>\n<p>Kinder, die unilateral mit einem Cochlea-Implantat versorgt wurden und auf dem anderen Ohr noch \u00fcber ausreichend Restgeh\u00f6r verf\u00fcgen, k\u00f6nnen auf dem nicht implantierten Ohr weiterhin ein H\u00f6rger\u00e4t tragen. Im vorangegangenen Abschnitt wurden die Vorteile des binauralen H\u00f6rens gegen\u00fcber dem monauralen H\u00f6ren ausf\u00fchrlich beschrieben. Die bimodale Versorgung (Cochlea-Implantat Versorgung auf einem Ohr bei gleichzeitiger H\u00f6rger\u00e4te-Versorgung auf dem anderen Ohr) erm\u00f6glicht somit auch binaurales H\u00f6ren. Studien konnten zeigen, \u00a0dass die bimodale Versorgung der nur unilateralen CI-Versorgung \u00fcberlegen ist. Trotz unterschiedlicher H\u00f6reindr\u00fccke (CI und H\u00f6rger\u00e4t) k\u00f6nnen Kinder einen Nutzen aus dieser Versorgung ziehen. Das Restgeh\u00f6r des nicht implantierten Ohres kann weiterhin stimuliert werden, so dass bei sp\u00e4terer Implantation die H\u00f6rf\u00e4higkeit dieses Ohres f\u00fcr das Implantat besser aktiviert und genutzt werden kann.<\/p>\n<p>Bei der bimodalen Versorgung muss der Einstellung des H\u00f6rger\u00e4tes die gleiche Bedeutung zu kommen wie der Einstellung des Cochlea-Implantates. Beide Ger\u00e4te m\u00fcssen m\u00f6glichst gut aufeinander abgestimmt werden, damit das Kind mit beiden Ger\u00e4ten nicht schlechter h\u00f6rt bzw. versteht als mit einem Ger\u00e4t. Dies gestaltet sich bei S\u00e4uglingen und Kleinkindern nat\u00fcrlich schwieriger als bei Erwachsenen. Der Gewinn jedes Ger\u00e4tes muss zun\u00e4chst einzeln und dann mit beiden Ger\u00e4ten zusammen mit Hilfe der alters\u00fcblichen Testverfahren (s. Kapitel I) \u00fcberpr\u00fcft werden. Dies bedeutet f\u00fcr die Kinder 3-mal solange Testzeiten und damit 3-mal solange Beanspruchung der in diesem Lebensalter noch geringen Aufmerksamkeits- und Konzentrationsf\u00e4higkeit. Der Untersucher ben\u00f6tigt hier gr\u00f6\u00dftm\u00f6gliche Erfahrung.<\/p>\n<p>Nat\u00fcrlich gilt dies gleicherma\u00dfen f\u00fcr die bilaterale CI-Versorgung. Sicherlich ist aber die bilaterale CI-Versorgung der bimodalen Versorgung in vielen F\u00e4llen \u00fcberlegen.<\/p>\n<h2>Kontrollfragen<\/h2>\n<p>1. Was bedeutet bimodale Versorgung?<\/p>\n<p>a.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 beidseitige Cochlea-Imlantat-Versorgung<\/p>\n<p>b.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 einseitige Cochlea-Implantat-Versorgung<\/p>\n<p>c.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Cochlea-Implantat-Versorgung auf einer Seite, bei gleichzeitiger Versorgung mit einem H\u00f6rger\u00e4t auf der anderen Seite<\/p>\n<p>d.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Beidseitige H\u00f6rger\u00e4teversorgung<\/p>\n<p>L\u00f6sung: c<\/p>\n<p>2. Was sind die Bestandteile des implantierten Teils eines Cochlea-Implantat-Systems?<\/p>\n<p>a.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Empf\u00e4ngerspule mit Elektrode<\/p>\n<p>b.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Empf\u00e4ngerspule und Sprachprozessor<\/p>\n<p>c.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Sprachprozessor und Mikrofon<\/p>\n<p>L\u00f6sung: a<\/p>\n<p>3. Was sind die \u00e4u\u00dferen Bestandteile eines Cochlea-Implantates?<\/p>\n<p>a.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Empf\u00e4ngerspule<\/p>\n<p>b.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Sprachprozessor mit Mikrofon, Batterieteil, Sendespule und Verbindungskabel<\/p>\n<p>c.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Empf\u00e4ngerspule mit Elektrode<\/p>\n<p>d.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Sendespule mit Mikrofon, Batterieteil und Verbindungskabel<\/p>\n<p>L\u00f6sung: b<\/p>\n<p>4. Was ist der Unterschied zwischen bimodaler und bilateraler Cochlea-Implantat- Versorgung?<\/p>\n<p>a.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 bei der bimodalen Versorgung tr\u00e4gt das Kind ein H\u00f6rger\u00e4t auf der einen Seite und ein Cochlea-Implantat auf der anderen Seite ein H\u00f6rger\u00e4t \u2013 bei der bilateralen Versorgung tr\u00e4gt das Kind zwei Cochlea-Implantate<\/p>\n<p>b.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 bei der bilateralen Versorgung tr\u00e4gt das Kind ein H\u00f6rger\u00e4t auf der einen Seite und ein Cochlea-Implantat auf der anderen Seite \u2013 bei der bimodalen Versorgung tr\u00e4gt das Kind zwei Cochlea-Implantate<\/p>\n<p>c.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 bei der bimodalen Versorgung tr\u00e4gt das Kind nur ein Cochlea-Implantat \u2013 bei der bilateralen Versorgung tr\u00e4gt das Kind zwei Cochlea-Implantate<\/p>\n<p>L\u00f6sung: a<\/p>\n<h1>\u00a0Kapitel IV &#8211; Handhabung des Cochlea-Implantats<\/h1>\n<h2>Lernziel<\/h2>\n<p>In Kapitel III haben Sie einen Einblick \u00fcber die Besonderheiten der CI-Versorgung im S\u00e4uglings- und Kleinkindalter bekommen. In Kapitel IV soll es nun, \u00e4hnlich wie in Kapitel II,\u00a0 darum gehen, wie Sie selbst \u00fcberpr\u00fcfen k\u00f6nnen, ob ein Cochlea-Implantat-System funktionst\u00fcchtig ist, wie Sie einem Kind den Sprachprozessor aufsetzen k\u00f6nnen bzw. was Sie tun k\u00f6nnen, wenn ein CI blinkt oder das Kind pl\u00f6tzlich nicht mehr auf\u00a0 Ansprache reagiert.<\/p>\n<p>\u00dcberpr\u00fcfung der Funktionst\u00fcchtigkeit des Cochlea-Implantat-Systems<\/p>\n<p>Genau wie das H\u00f6rger\u00e4t ben\u00f6tigt das CI-System eine Energieversorgung. Im Gegensatz zum H\u00f6rger\u00e4t sollten hier nicht gew\u00f6hnliche Zink-Luft-Batterien zum Einsatz kommen sondern speziell f\u00fcr das CI-System vom Hersteller empfohlene Batterien. Je nach Hersteller und je nach Tragedauer des Sprachprozessors wird die Betriebsdauer unterschiedlich lange angegeben. In der Regel liegt sie aber bei ca. 3-5 Tagen.<\/p>\n<p>Auch hierbei ist, genau wie bei den H\u00f6rger\u00e4ten, unbedingt darauf zu achten, dass das Kind nicht versehentlich eine Batterie verschluckt.<\/p>\n<p>Zur besseren Halterung des Sprachprozessors am Ohr des Kindes kann, genau wie beim H\u00f6rger\u00e4t, eine Otoplastik verwendet werden. Die Otoplastik sollte aus hygienischen Gr\u00fcnden ebenso regelm\u00e4\u00dfig gereinigt werden wie beim H\u00f6rger\u00e4t. Anders als beim H\u00f6rger\u00e4t kann es beim CI zu keinem R\u00fcckkopplungspfeifen kommen. Die Verstopfung der Otoplastik oder des Schlauches durch Ohrschmalz bzw. Schwitzwasser hat hier keine Auswirkung auf die H\u00f6rf\u00e4higkeit.<\/p>\n<p>Sollte ein Kind bilateral mit CI versorgt sein, dann ist darauf zu achten, dass die Seiten nicht verwechselt werden. Cochlea-Implantate sind stets individuell f\u00fcr das rechte bzw. linke Ohr eingestellt. Es sollten deshalb auf keinen Fall die Seiten vertauscht werden. Es gibt CI-Systeme, die \u00fcber eine automatische Kennung verf\u00fcgen und somit bei Verwechslung der Seiten keine Stimulationspulse abgeben. Da dies aber nicht bei allen CI-Systemen der Fall ist, sollten die Eltern, genau wie beim H\u00f6rger\u00e4t, auf eine Markierung achten. Ein CI-Sprachprozessor muss vor Feuchtigkeit, grober Verschmutzung, St\u00f6\u00dfen und Schl\u00e4gen gesch\u00fctzt werden. Bei einem CI kann die elektrostatische Aufladung eine Rolle spielen. Der Sprachprozessor sollte deshalb nach dem Spielen im B\u00e4llchenbad, auf Plastikrutschbahnen oder im Kunststoffkriechtunnel \u00fcberpr\u00fcft werden bzw. vorsichtshalber vorher abgelegt werden.<\/p>\n<p>Die \u00dcberpr\u00fcfung der Funktionst\u00fcchtigkeit des Sprachprozessors erfolgt bei den verschiedenen CI-Systemen in unterschiedlicher Weise. Beachten Sie immer die entsprechenden Informationen der Hersteller und lassen Sie sich von den Eltern ggf. die Schalterstellungen erkl\u00e4ren.<\/p>\n<h2>Trouble shooting<\/h2>\n<p>\u00dcberpr\u00fcfen Sie zuerst immer die Energieversorgung. Vergewissern Sie sich, dass funktionsf\u00e4hige Batterien zum Einsatz kommen bzw. die Akkus voll geladen sind. Weitere Schritte zur \u00dcberpr\u00fcfung der System-Funktionsf\u00e4higkeit sind, je nach Hersteller, sehr unterschiedlich. Herstellerspezifische Hinweise finden Sie zu jedem CI-System-Typ auf entsprechenden Informationsbl\u00e4ttern, die Sie von dem jeweiligen CI-System Hersteller anfordern k\u00f6nnen bzw. die Ihnen die Eltern aush\u00e4ndigen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Das Kind reagiert nicht auf Ansprache:<\/p>\n<p>\u00dcberpr\u00fcfen Sie die Energieversorgung<br \/>\n\u00dcberpr\u00fcfen Sie die Schalterstellungen<br \/>\n\u00dcberpr\u00fcfen Sie die Kabelverbindungen<br \/>\n\u00dcberpr\u00fcfen Sie bei bilateraler Versorgung die Seiten (ggf. vertauscht)<br \/>\nDie Spule f\u00e4llt st\u00e4ndig herunter:<\/p>\n<p>\u00b7\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Die Eltern sollten dar\u00fcber informiert werden<\/p>\n<p>\u00b7\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Es kann m\u00f6glicherweise ein st\u00e4rkerer Magnet eingesetzt werden<\/p>\n<p>(nur nach R\u00fccksprache mit der Klinik)<\/p>\n<p>Die Leuchtdiode (LED) des Sprachprozessors blinkt:<\/p>\n<p>Pr\u00fcfen Sie die Energieversorgung<br \/>\nBlink-Rhythmus und Bedeutung sehr herstellerspezifisch, daher unbedingt das Hersteller-Infoblatt beachten und \/ oder die Eltern befragen!<\/p>\n<h2>Kontrollfragen<\/h2>\n<p>1. Wie kann die Funktion des Sprachprozessors \u00fcberpr\u00fcft werden?<\/p>\n<p>mit einem speziellen f\u00fcr CI-Systeme geeigneten Testtool<br \/>\nEnergieversorgung \u00fcberpr\u00fcfen<br \/>\nKabelverbindungen \u00fcberpr\u00fcfen<br \/>\nEnergieversorgung, Kabelverbindungen \u00fcberpr\u00fcfen und das herstellerspezifische Informationsblatt beachten<br \/>\nL\u00f6sung: d<\/p>\n<p>2. Welche Energieversorgung wird beim Cochlea-Implantat-System verwendet?<\/p>\n<p>f\u00fcr CI-Systeme geeignete Zink-Luft-Batterien<br \/>\nf\u00fcr CI-Systeme geeignete und vom Hersteller empfohlene Batterien<br \/>\nalle Zink-Luft-Batterien sind geeignet<br \/>\nf\u00fcr CI-Systeme geeignete Quecksilber-Batteiren<br \/>\nL\u00f6sung: b<\/p>\n<p>3. Wozu dient die Otoplastik beim CI-System?<\/p>\n<p>damit es zu keiner R\u00fcckkopplung w\u00e4hrend der Signal\u00fcbertragung kommt<br \/>\nzur besseren Signal\u00fcbertragung<br \/>\nzur besseren Halterung des Sprachprozessors am Ohr<br \/>\nL\u00f6sung: c<\/p>\n<h1>Kapitel V &#8211; FM-Anlagen<\/h1>\n<h2>Lernziel<\/h2>\n<p>Der Weg zur guten H\u00f6r- und Sprachentwicklung eines schwerh\u00f6rigen Kindes beginnt mit der rechtzeitigen Diagnose, der fr\u00fchen Versorgung mit H\u00f6rger\u00e4ten und\/oder Cochlea- Implantaten und der fr\u00fchen H\u00f6r- und Sprachf\u00f6rderung. Und doch verm\u00f6gen selbst H\u00f6rger\u00e4te oder Cochlea-Implantate, die korrekt auf die individuellen Bed\u00fcrfnisse eines Kindes abgestimmt sind, nicht in allen Situationen gutes H\u00f6ren bzw. gutes Verstehen zu gew\u00e4hrleisten. Dann kann der Einsatz von drahtlosen Funk-Anlagen, auch FM-Anlagen genannt, hilfreich sein. Das folgende Kapitel beschreibt, was man unter FM-Anlagen versteht, welche unterschiedlichen Anlagen es gibt, wann und in welchen Situationen sie zum Einsatz kommen sollten und wie man sie benutzen kann.<\/p>\n<h2>Was ist eine FM-Anlage<\/h2>\n<p>Eine FM-Anlage ist eine drahtlose \u00dcbertragungsanlage, die auf der Basis der Frequenzmodulationen arbeitet. FM-Anlagen umfassen ein Mikrofon mit Sender, das durch die Erzieherin oder die Lehrerin getragen wird und Empf\u00e4nger, die vom Kind getragen werden. Diese Empf\u00e4nger sind an die H\u00f6rger\u00e4te oder Cochlea-Implantate des Kindes angekoppelt bzw. darin integriert. Der FM-Sender verst\u00e4rkt und moduliert das akustische Signal und sendet es mittels Radiowellen an den FM-Empf\u00e4nger. Der FM-Empf\u00e4nger\u00a0 demoduliert das Signal und \u00fcbertr\u00e4gt es an das H\u00f6rger\u00e4t oder das CI. Sprachsignale werden somit direkt an der Quelle aufgenommen und klar und st\u00f6rungsfrei direkt in das Ohr des Kindes \u00fcbermittelt. FM-Anlagen stehen, genau wie H\u00f6rger\u00e4te oder Cochlea-Implantate, von verschiedenen Herstellern zur Verf\u00fcgung.<\/p>\n<p>Es gibt unterschiedliche Arten von Sendern und Empf\u00e4ngern. Manche Sender verf\u00fcgen \u00fcber ein externes Mikrofon. Die Empf\u00e4nger lassen sich leicht an ein H\u00f6rger\u00e4t anschlie\u00dfen. Je nachdem welchen H\u00f6rger\u00e4te-Typ das Kind benutzt, ist der Empf\u00e4nger entweder im H\u00f6rger\u00e4t integriert oder es wird ein so genannter Audioschuh auf das H\u00f6rger\u00e4t gesteckt der wiederum mit dem Empf\u00e4nger gekoppelt ist. Vereinzelt gibt es auch H\u00f6rger\u00e4te, bei denen die Batterielade ge\u00f6ffnet werden muss damit der Audioschuh aufgesteckt werden kann.<\/p>\n<h2>Indikation<\/h2>\n<p>Mit Hilfe einer FM-Anlage wird die Grundlage f\u00fcr eine bessere Sprachverst\u00e4ndlichkeit geschaffen, unabh\u00e4ngig von der akustischen Umgebung. Manchmal kann die Sprachverst\u00e4ndlichkeit stark durch St\u00f6rger\u00e4usche\u00a0 oder die Raumakustik beeintr\u00e4chtigt werden (Krabbelgruppen, Kinderhort, Kindergarten etc.) In einem Raum, in dem viele Kinder gleichzeitig spielen oder sprechen, kann es f\u00fcr ein schwerh\u00f6riges Kind bisweilen unm\u00f6glich sein, die Hintergrundger\u00e4usche herauszufiltern. Distanz und Nachhall reduzieren die Sprachverst\u00e4ndlichkeit ebenfalls. Der beste Weg, solche schwierigen Situationen zu \u00fcberwinden, ist der Einsatz einer FM-Anlage. Die FM-Anlage sollte nicht dauerhaft eingesetzt werden. Sinnvoll ist sie beispielsweise im Stuhlkreis, wenn das schwerh\u00f6rige Kind nicht unmittelbar neben der Erzieherin sitzt, sowie bei sonstigen Gruppenveranstaltungen mit nur einem Sprecher. Bei Gespr\u00e4chen \u00fcber kurze Distanzen und in ruhiger Umgebung ist der Einsatz einer FM-Anlage nicht erforderlich. Die Frage, ab welchem Lebensalter eine FM-Anlage zum Einsatz kommen soll, wird zum Teil kontrovers diskutiert. In jedem Falle ist zu raten, dass sowohl das Kind, als auch die Familie zun\u00e4chst mit dem H\u00f6rger\u00e4t und\/oder dem CI vertraut sein sollten. Im \u00dcbrigen gilt auch hier der Ansatz der Interdisziplinarit\u00e4t. Die h\u00f6rgesch\u00e4digtenspezifische Fr\u00fchf\u00f6rderung, auch p\u00e4doaudiologische Fr\u00fchf\u00f6rderung genannt, sieht das Kind und seine jeweiligen Bezugspersonen regelm\u00e4\u00dfig in seiner h\u00e4uslichen Umgebung. Deshalb ist der Einsatz einer FM-Anlage erst\u00a0 nach R\u00fccksprache mit der Fr\u00fchf\u00f6rderin oder dem Fr\u00fchf\u00f6rderer zu empfehlen.<\/p>\n<h2>\u00dcberpr\u00fcfung der Funktionst\u00fcchtigkeit der FM-Anlage<\/h2>\n<p>Der Sender der FM-Anlage ben\u00f6tigt im Gegensatz zum Empf\u00e4nger eine eigene Batterie bzw. einen eigenen Akku. Der Empf\u00e4nger wird \u00fcber die Batterie des H\u00f6rger\u00e4tes bzw. des CI-Sprachprozessors versorgt. Achten Sie vor der Inbetriebnahme darauf, dass die Batterien \u00fcber ausreichend Kapazit\u00e4t verf\u00fcgen bzw. der Akku aufgeladen ist. Vor jedem Einsatz muss die korrekte Schalterstellung am Empf\u00e4nger (H\u00f6rger\u00e4t des Kindes) und am Sender \u00fcberpr\u00fcft werden. Sind beispielsweise nur die Empf\u00e4nger eingeschaltet, der Sender jedoch nicht, so wird nur ein Rauschen \u00fcbertragen. Das Kind befindet sich dann anstelle in einer akustisch besseren in einer akustisch erheblich schlechteren Situation. Wichtig ist, dass das Sendemikrofon ca. 20 cm vor dem Mund der Erzieherin positioniert wird. Es muss darauf geachtet werden, dass keine Reibeger\u00e4usche (z.B. durch Kleidung oder Schmuck) \u00fcbertragen werden. Lassen Sie sich von den Eltern oder dem p\u00e4doaudiologischen Fr\u00fchf\u00f6rderer die korrekte Handhabung der Ger\u00e4te erkl\u00e4ren. Informieren Sie umgehend die Eltern oder die p\u00e4doaudiologische Fr\u00fchf\u00f6rderung \u00fcber Unregelm\u00e4\u00dfigkeiten bez\u00fcglich H\u00f6rger\u00e4t, CI oder FM-Anlage.<\/p>\n<h2>Trouble shooting<\/h2>\n<p>Grunds\u00e4tzlich sollte vor dem Einsatz der FM-Anlage eine \u00dcberpr\u00fcfung der Energieversorgung stattfinden. \u00dcberpr\u00fcfen Sie also unbedingt die Akkuleistung des Senders und laden Sie ihn regelm\u00e4\u00dfig auf. Er sollte in jedem Fall einen ganzen Vormittag (Kindergartenzeit, Unterricht) abdecken.<\/p>\n<p>Funktionsprobleme H\u00f6rger\u00e4t und FM-Anlage:<\/p>\n<p>\u00b7\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 \u00dcberpr\u00fcfen Sie die Energieversorgung<\/p>\n<p>\u00b7\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 \u00dcberpr\u00fcfen Sie alle Sender- und Empf\u00e4ngereinstellungen<\/p>\n<p>\u00b7\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 \u00dcberpr\u00fcfen Sie die Adapterverbindungen<\/p>\n<p>\u00b7\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 \u00dcberpr\u00fcfen Sie, dass keine anderen elektronischen Ger\u00e4te st\u00f6ren<\/p>\n<p>Funktionsprobleme Cochlea-Implantat und FM-Anlage:<\/p>\n<p>\u00b7\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 \u00dcberpr\u00fcfen Sie die Energieversorgung<\/p>\n<p>\u00b7\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 \u00dcberpr\u00fcfen Sie alle Sender- und Empf\u00e4ngereinstellungen<\/p>\n<p>\u00b7\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 \u00dcberpr\u00fcfen Sie die Adapter und Kabelverbindungen<\/p>\n<p>\u00b7\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 \u00dcberpr\u00fcfen Sie, dass keine anderen elektronischen Ger\u00e4te st\u00f6ren<\/p>\n<p>Bei einer Funktionskontrolle ist zu empfehlen, dass die \u00dcberpr\u00fcfung der Signal\u00fcbertragung nicht innerhalb desselben Raumes mit dem Kind erfolgt. Das hei\u00dft, schicken Sie das Kind kurz vor die T\u00fcr und f\u00fchren Sie dann eine kleine Testphase durch. Versteht das Kind Sie, auch wenn es drau\u00dfen vor der T\u00fcr steht, dann ist die Anlage in Ordnung. Sollten Sie mehrere Kinder mit einer eigenen FM-Anlage\u00a0 in Ihrer Gruppe haben, so besteht die Gefahr der \u201eFrequenz\u00fcberschneidung\u201c. In einem solchen Fall sollte ein so genannter \u201eFrequenzplan\u201c erstellt werden, damit sichergestellt ist, dass nicht zwei\u00a0 Kinder die gleiche Frequenz benutzen. Informieren Sie sich diesbez\u00fcglich auch in den Unterlagen des FM-Herstellers. Sollte das Kind \u00fcber ein Krachen oder Kratzen klagen, so muss daran gedacht werden, dass m\u00f6glicherweise ein Kabelbruch am Mikrofon des Senders entstanden ist.<\/p>\n<h2>Kontrollfragen<\/h2>\n<p>1. In welcher Situation ist der Einsatz einer FM-Anlage sinnvoll?<\/p>\n<p>a.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 in ruhiger Spielsituation<\/p>\n<p>b.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 in ruhiger Therapiesituation<\/p>\n<p>c.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 im Stuhlkreis und in Gruppensituationen mit nur einem Sprecher<\/p>\n<p>L\u00f6sung. c<\/p>\n<p>2. Ab welchem Lebensalter sollte eine FM-Anlage zum Einsatz kommen?<\/p>\n<p>a.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 eine FM-Anlage sollte gleichzeitig mit dem CI oder dem HG gegeben werden<\/p>\n<p>b.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 ab Schulter<\/p>\n<p>c.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 ab Kindergartenalter<\/p>\n<p>d.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 nach R\u00fccksprache mit der h\u00f6rgesch\u00e4digtenspezifischen Fr\u00fchf\u00f6rderung<\/p>\n<p>L\u00f6sung: d<\/p>\n<p>3. Welchen Grund kann es haben, dass ein Kind \u00fcber Krachen oder Kratzen in der Anlage klagt?<\/p>\n<p>a.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Kabelbruch am Mikrofon des Senders<\/p>\n<p>b.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 falsche Schalterposition am H\u00f6rger\u00e4t oder CI<\/p>\n<p>c.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Batterie bzw. Akku leer<\/p>\n<p>L\u00f6sung: a<\/p>\n<p>Abbildungen mit Unterschriften<\/p>\n<p>Bild 1: Erwachsener Geh\u00f6rgang und kindlicher Geh\u00f6rgang<\/p>\n<p>Bild 2: Otoplastik eines zwei Monate alten Kindes<\/p>\n<p>Bild 3: \u201eM\u00fcller- Kralle\u201c<\/p>\n<p>Bild 4: \u201eM\u00fcller-Kralle\u201c im Ohr des Kindes<\/p>\n<p>Bild 5: RECD-Messung an einem drei Monate alten Kind mit Trisomie 21<\/p>\n<p>Bild 6: SPLogram<\/p>\n<p>Bild 7: SPLogram mit H\u00f6rger\u00e4temessung<\/p>\n<h1>\u00a0Literatur<\/h1>\n<p>\u00b7\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Bohnert A, Brantzen P (2004): RECD and clinical verification in children, The Hearing Review 11(5), 50-52<\/p>\n<p>\u00b7\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Moodie S, Seewald R C, Sinclair S (1994): Procedure for predicting real-ear hearing aid performance in young children, American Journal of Audiology 3, 23-31<\/p>\n<p>\u00b7\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 M\u00fcller J (2005): Die apparative Versorgung der Schwerh\u00f6rigkeit: Cochlea-Implantate und Hirnstammimplantate &#8211; Aktuelle Entwicklungen der letzten 10 Jahre, Laryngo-Rhino-Otol 2005;84: S60-S96<\/p>\n<p>\u00b7\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Seewald R C, Moodie S, Scollie S, Bagatto M (2005): The DSL Method for Pediatric Hearing Instrument Fitting: Historical Perspective and Current Issues, Trends in Amplification, Vol 9 (4), 145-157<\/p>\n<p>\u00b7\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Wiesner T, Bohnert A, Massinger C (2007): Konsensuspapier der DGPP zur H\u00f6rger\u00e4teversorgung im Kindesalter, Version 3. htpp\/\/www.dgpp.de<\/p>\n<p>\u00b7\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Yoshinaga-Itano C (2001): The Social-Emotional Ramifications of Universal Newborn Hearing Screening, Early Identification and Intervention of Children who are Deaf or Hard of Hearing, Proceedings of the Second International Conference A Sound Foundation Through Early Amplification 221-231<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Fr\u00fche Versorgung mit apparativen H\u00f6rhilfen Andrea Bohnert stellt dar, welche M\u00f6glichkeiten der apparativen Versorgung es f\u00fcr junge Kinder gibt und was bei der Auswahl der Versorgungsart und der Handhabung der Technik zu beachten ist. 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