{"id":412,"date":"2015-07-17T15:50:06","date_gmt":"2015-07-17T15:50:06","guid":{"rendered":"http:\/\/earbook.online\/hicen\/de\/?page_id=412"},"modified":"2015-07-23T21:50:26","modified_gmt":"2015-07-23T21:50:26","slug":"9-effektive-inklusion","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/earbook.online\/hicen\/de\/9-effektive-inklusion\/","title":{"rendered":"9 &#8211; Effektive Inklusion"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: center;\"><strong><span style=\"font-size: 32pt;\">Effektive Inklusion<\/span><\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Andrew Broughton<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">f\u00fchrt aus, wie die elementare h\u00f6rgesch\u00e4digtenp\u00e4dagogische F\u00f6rderung im Lichte einer Inklusionsstrategie zu handhaben ist. Geboten wird eine \u2018Checkliste\u2019 zur Bewertung der eigenen p\u00e4dagogischen Praxis unter Inklusionsaspekten.<\/p>\n<h1>Einf\u00fchrung<\/h1>\n<h2>Zielsetzung des Moduls<\/h2>\n<p>Das Ziel dieses Moduls ist es, die inklusive Praxis f\u00fcr kleine Kinder mit H\u00f6rbehinderung[1]\u00a0 in fr\u00fchen Einrichtungen[2] zu f\u00f6rdern.<\/p>\n<h2>Methode<\/h2>\n<p>Wir werden dieses Ziel erreichen, indem wir den Lesern zeigen, wie sie mehr \u00fcber die Prinzipien der Inklusion erfahren und sicherstellen k\u00f6nnen, dass das Prinzip f\u00fcr Kinder mit H\u00f6rbehinderungen schon in Betreuungseinrichtungen f\u00fcr Kleinkinder in die Praxis umgesetzt wird. Wir werden praktische Vorschl\u00e4ge, die die effektive inklusive Praxis erleichtern k\u00f6nnen, genauer unter die Lupe nehmen.<\/p>\n<p>Dieses Modul stellt auch ein einfaches Kontrollinstrument zur Verf\u00fcgung, anhand dessen die Leser einfach messen k\u00f6nnen, bis zu welchem Grad die Praktiken ihrer Umgebung inklusiv sind.\u00a0 Das Kontrollinstrument wird hilfreich sein, Entwicklungs-m\u00f6glichkeiten zu identifizieren, was praktische und kosteng\u00fcnstige Verbesserungen zur F\u00f6rderung inklusiver Praxis erleichtern wird. Es werden Ratschl\u00e4ge vermittelt, wie die identifizierten Entwicklungsbereiche in einen Ma\u00dfnahmen-Plan \u00fcbertragen werden k\u00f6nnen, der zum Ziel hat, eine dauerhafte und positive Ver\u00e4nderung bei der inklusiven Versorgung f\u00fcr Kinder mit H\u00f6rbehinderung herbeizuf\u00fchren, was die Grundlage f\u00fcr eine langfristig erfolgreiche in die Regelschule und die Gesellschaft als solches legen wird.<\/p>\n<h2>Referenzen<\/h2>\n<p>In diesem Modul werden durchgehend Referenzen angegeben, die als Wegweiser dienen, um die Leser mithilfe von Texten und Weblinks auf Informationsquellen hinzuweisen. Es gibt auch Links zu anderen Modulen der Wegleitung, welche die Inklusive Praxis f\u00fcr Kinder mit H\u00f6rbehinderungen untermauern.<\/p>\n<h1>Kapitel 1-Was versteht man unter inklusiver Praxis?<\/h1>\n<h2>Lernziele<\/h2>\n<p>Das Konzept von Inklusion verstehen.<\/p>\n<p>Einige Schl\u00fcsselthemen in Zusammenhang mit der inklusiven Praxis f\u00fcr Kinder mit H\u00f6rbehinderung beleuchten.<\/p>\n<p>Den Unterschied zwischen \u2018Inklusion\u2019 und \u2018Integration\u2019 verstehen.<\/p>\n<p>Ein Arbeitsverst\u00e4ndnis des Begriffes Inklusion erarbeiten, welches die Basis sein wird f\u00fcr die Entwicklung von qualitativ hochwertigen Arbeitspraktiken mit h\u00f6rbehinderten Kindern.<\/p>\n<h2>Das Konzept der Inklusion<\/h2>\n<p>Die M\u00f6glichkeit und Freiheit in die Gesellschaft integriert zu werden, ist ein Grundrecht des Menschen. Es ist die Basis, auf der eine faire, gerechte und demokratische Gesellschaft funktioniert. Inklusive Gesellschaften sollten es jedem Einzelnen erm\u00f6glichen, aus allen Aspekten des allt\u00e4glichen Lebens seine Wahl treffen zu k\u00f6nnen. Die Grundlagen von inklusiven Gesellschaften und die Entwicklung der F\u00e4higkeit des Einzelnen, diese nutzen zu k\u00f6nnen, werden in fr\u00fchen Jahren gelegt. In dieser Beziehung haben die in den fr\u00fchen Jahren der Kinder aktiven Fachleute[3] eine betr\u00e4chtliche Verantwortung, und es ist wichtig, dass sie das Verst\u00e4ndnis und die Kompetenzen haben, die Kinder in ihrer Obhut auf den richtigen Weg zu einem inklusiven Leben bringen.<\/p>\n<h2>Was bedeutet Inklusion wirklich?<\/h2>\n<p>Es wird oft \u00fcber Inklusion gesprochen, aber selten wird der Begriff richtig definiert. Wir schlagen die folgende g\u00e4ngige Definition vor:<\/p>\n<p>Die Bereitstellung von Systemen und Prozessen, die jedes Individuum entsprechend seiner Auswahlkriterien, seinem Glauben und seinen W\u00fcnschen zur vollst\u00e4ndigen Integration in die Gesellschaft bef\u00e4higen.<\/p>\n<p>Die Definition beinhaltet nicht nur den Zugang f\u00fcr jedermann zu entscheidenden Aspekten des Lebens, wie Ausbildung und Arbeit, sondern auch die Anpassung der\u00a0 Paradigmen der Gesellschaft, insbesondere Gesundheits-, Erziehungs-, und Sozialf\u00fcrsorgesysteme, um diesen Zugang zu vereinfachen. Letzteres ist ein schwieriger Prozess (obwohl in vielen Teilen Europas schon ein betr\u00e4chtlicher Fortschritt erzielt wird), weil es miteinschlie\u00dft, seit langem g\u00fcltige (und oftmals falsche) Vorstellungen und Systeme zu ver\u00e4ndern. In anderen Worten, es bedeutet, sich aus seinen Wohlf\u00fchlbereich herauszubewegen, um die Inklusion im wahrsten Sinne des Wortes \u201estattfinden\u201c zu lassen.<\/p>\n<p>Die Versorgung von Kindern mit Behinderungen basierte in ihren ersten Jahren und im Prinzip innerhalb ihrer ganzen Ausbildungslaufbahn, bis vor kurzer Zeit auf der (intuitiven aber unlogischen) Erkenntnis, dass es notwendig sei, etwas \u201eanders\u201c zu machen, um das erkannte \u201aDefizit\u2018 zu \u00fcberwinden.\u00a0 Dies ist besonders der Fall in Bezug auf die H\u00f6rbehinderung. Die Erkenntnis, dass man etwas \u201aanders\u2018 machen muss, um den Bed\u00fcrfnissen zu entsprechen, kann, auch wenn sie gut gemeint ist, doch Barrieren f\u00fcr die Inklusion errichten, was oft darin resultiert, dass Kinder mit Behinderungen keinen oder sehr beschr\u00e4nkten Zugang zu Alltagsaktivit\u00e4ten und den vielen unterschiedlichen Auswahlm\u00f6glichkeiten, die das Leben bietet, erhalten. Gute praktische Umsetzung in fr\u00fchen Jahren sollte also die Wahrnehmung von Behinderung\u00a0\u00a0 in Zusammenhang mit \u201cDefizit Modellen\u201d vermeiden, welche naturgem\u00e4\u00df gegen die Prinzipien der Inklusion sprechen. Inklusive Praxis bedeutet, das Kind als Ganzes zu betonen und nicht seine Behinderung. Ebenso sollten jedoch Kinder mit Behinderungen von Fachleuten gef\u00f6rdert werden, die \u00fcber alle notwendigen F\u00e4higkeiten und Kenntnisse bez\u00fcglich der praktischen Aspekte der Handhabung der Behinderung verf\u00fcgen, um die Inklusion zu vereinfachen.<\/p>\n<h2>Hauptmerkmale einer inklusiven Vorschulumgebung<\/h2>\n<p>Eine inklusive Vorschulumgebung sollte die folgenden Merkmale vorweisen k\u00f6nnen:<\/p>\n<p>Eine klare Grundsatzerkl\u00e4rung zur Inklusion muss f\u00fcr Eltern und Mitarbeiter<\/p>\n<p>zur Verf\u00fcgung stehen.<\/p>\n<p>Prozesse die sicherstellen, dass alle Kinder an den Hauptaktivit\u00e4ten der Einrichtung teilnehmen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Fortw\u00e4hrende Informationsgespr\u00e4che mit den Eltern, damit ihre Ansichten bei<br \/>\nder Gestaltung der Umgebung und der Aktivit\u00e4ten miteinbezogen werden<br \/>\nk\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Systeme, um den speziellen Bed\u00fcrfnissen der einzelnen Kinder gerecht zu<br \/>\nwerden, ohne sie zu stigmatisieren.<\/p>\n<p>Regelm\u00e4\u00dfiges Training \u00fcber inklusive Praxis f\u00fcr die Mitarbeiter.<\/p>\n<p>Ad\u00e4quate Anpassung[4] der Unterlagen\/Materialien, um den speziellen<br \/>\nindividuellen Bed\u00fcrfnissen\u00a0 zu entsprechen.<\/p>\n<p>Prozesse um sicherzustellen, dass alle Kinder aktiv teilnehmen \u2013 bei den Aktivit\u00e4ten nur anwesend zu sein, reicht nicht aus- Inklusion erfordert Partizipation und Interaktion.<\/p>\n<h2>Wie der Einfluss der H\u00f6rbehinderung auf die inklusive Praxis empfunden wird<\/h2>\n<p>Die der inklusiven Praxis zugrundeliegenden Prinzipien sind nat\u00fcrlich f\u00fcr h\u00f6rbehinderte Kinder die gleichen wie f\u00fcr Ihre normalh\u00f6renden Altersgenossen. Trotzdem werden durch die Sichtweise von Sprachbehinderung durch das fr\u00fche Umfeld und die Eltern oft Inklusionsbarrieren errichtet.<\/p>\n<p>H\u00f6rbehinderung ist ein \u00dcberbegriff f\u00fcr eine gro\u00dfe Spannweite an H\u00f6rverlusten. Der Begriff H\u00f6rbehinderung oder \u201ataub\u2018 sollte nicht als \u201anichts h\u00f6ren\u2018 oder \u201ain einer Welt der Stille leben\u2018 interpretiert werden. Angesichts der heutigen H\u00f6rger\u00e4tetechnologie und CIs, k\u00f6nnte nichts weiter von der Wahrheit entfernt sein. Gut \u2018unterst\u00fctztes\u2019 H\u00f6ren kann dem Gehirn gen\u00fcgend auditive Information liefern, um normale Sprachmuster und Interaktion zu entwickeln.\u00a0 (Vgl Modul 8 f\u00fcr weitere Details).\u00a0 Es ist deshalb unabdingbar, dass praktizierende Fachleute in Betreuungseinrichtungen f\u00fcr j\u00fcngere Kinder es vermeiden, die Kinder stereotyp zu behandeln und die verschiedenen Arten der H\u00f6rbehinderungen selbst zu homogenisieren. Dies bedeutet in der Praxis, jedes einzelne Kind mit H\u00f6rbehinderung entsprechend seinen spezifischen Bed\u00fcrfnissen zu behandeln. Es ist nat\u00fcrlich unumg\u00e4nglich zu wissen, was die speziellen Bed\u00fcrfnisse sind. Ein umfassendes F\u00f6rderpaket abzuliefern, schlie\u00dft das Wissen um den Ursprung des H\u00f6rverlustes mit ein, ebenso den \u201aStand\u2018 des Kindes mit H\u00f6rhilfen (d.h. was es mithilfe von H\u00f6rger\u00e4ten oder CIs h\u00f6rt) (vgl. Modul 8), das Verst\u00e4ndnis des linguistischen und kognitiven Levels, auf welchem sich das Kind bewegt, (vgl.\u00a0 Modul 4), das Wissen um die Lebensumst\u00e4nde des Kindes und auch die Arbeit mit \u201aexternen\u2018 Fachleuten wie z.B. Lehrer f\u00fcr Geh\u00f6rlose, Sprachtherapeuten, Spezialisten f\u00fcr CI Rehabilitation. Das Stereotypisieren eines Kindes mit H\u00f6rbehinderung auf der Basis von wenig oder schlechter Information kann zum Fehlschlagen der inklusiven Praxis und langfristig nachteiligen Entwicklungen im Leben f\u00fchren.<\/p>\n<h2>Integration versus Inklusion<\/h2>\n<p>Bis zu den 70er Jahren wurde in ganz Europa die Gro\u00dfzahl der Kinder und jungen Leute mit signifikanten H\u00f6rbehinderungen von Kindheit an in speziellen Umgebungen ausgebildet \u2013 haupts\u00e4chlich in speziellen Schulen, die oft \u00fcber Kindertagesst\u00e4tten verf\u00fcgten, in die die Kinder schon sehr fr\u00fch aufgenommen wurden. Gegen Ende der 70er Jahre entwickelte sich (zumindest in einigen europ\u00e4ischen L\u00e4ndern und vor allem in England) ein Trend zur Integration, aufgrund dessen Kinder mit signifikanter H\u00f6rbehinderung sowohl in fr\u00fchen Stufen als auch w\u00e4hrend der Schulzeit in teilweise oder vollst\u00e4ndige Regelschulumgebungen \u201aintegriert\u2018 wurden. Dies fungierte als Beschleuniger f\u00fcr einen Umschwung und wurde \u00fcber die letzten 30 Jahre zur allgemeinen Praxis und einem gro\u00dfen Erfahrungsschatz hinsichtlich des besten Verfahrens. Die Integration entwickelte sich allm\u00e4hlich zum radikaleren Konzept der Inklusion. Es ist wichtig, den Unterschied zu verstehen, weil viele sogenannte inklusive Programme eigentlich integrative sind!<\/p>\n<p>Integration bedeutete haupts\u00e4chlich, dass das Kind sich in das bereits bestehende System einf\u00fcgen musste, w\u00e4hrend Inklusion bedeutet, dass das sich das System an die Bed\u00fcrfnisse des Kindes anpassen muss. Inklusion, deren Philosophie auf dem Thema der Rechte, des Anspruchs, der individuellen Freiheit, der Auswahl und des Zugangs beruht, hat weit tiefergreifende Auswirkungen als die Integration.\u00a0 Trotzdem wird die Inklusion oft als Integration verkleidet. Es ist sehr einfach, den Anspruch zu stellen, eine Einrichtung sei inklusiv, wenn sie in Tat und Wahrheit integrativ ist. Wie oben beschrieben besteht ein grundlegender Unterschied, und zwischen den beiden zu unterscheiden, wird dem Leser helfen zu verstehen, was wirklich mit inklusiver Praxis gemeint ist.<\/p>\n<p>Integration bedeutete oft, und tut es noch heute f\u00fcr viele Fr\u00fch-Betreuungseinrichtungen, dass das Kind mit der H\u00f6rbehinderung einfach in der Einrichtung anwesend ist. Verst\u00e4ndnis f\u00fcr die individuellen Bed\u00fcrfnisse hat oft keinen Platz. Es kann sein, dass eine Homogenisierung der Art der H\u00f6rbehinderung stattfindet, die ein beschr\u00e4nktes Verst\u00e4ndnis des Betreuers daf\u00fcr, wie gute Ergebnisse aussehen, zur Folge hat. Bei der Integration kann es sein, dass es keine grundlegenden \u00c4nderungen der Praktiken und der Art des Denkens gibt, die gegen eine volle Teilnahme bei der Bestimmung der Aktivit\u00e4ten sprechen.\u00a0 Inklusion auf der anderen Seite fokussiert auf individuelle Bed\u00fcrfnisse durch das F\u00f6rdern voller Teilnahme an den Aktivit\u00e4ten der Einrichtung durch entsprechende Planung, Differenzierung und Ausbildung der Mitarbeiter. Richtiges Training der Mitarbeiter bek\u00e4mpft die Stereotypisierung und Homogenisierung und sollte ein klares Verst\u00e4ndnis dar\u00fcber vermitteln, wie in der allt\u00e4glichen Praxis geeignete F\u00f6rderung des Kindes beschleunigt werden kann, z.B. wie der Gebrauch der H\u00f6rger\u00e4te, CIs und anderer Technologien optimiert werden kann. In Bezug auf H\u00f6rbehinderung haben die Einf\u00fchrung fr\u00fcher Diagnose, die riesigen technologischen Fortschritte bei der Herstellung und Anpassung von H\u00f6rger\u00e4ten, wie auch die Cochlea Implantation die M\u00f6glichkeiten der Inklusion signifikant gesteigert und durch Sprachentwicklung, Zugang zum Lehrplan und zu wichtigen langfristigen Lebensentscheidungen viel bessere Ergebnisse bei den Kindern erzielt.<\/p>\n<h2>The Europ\u00e4ische Ansicht von Inklusion f\u00fcr Kinder<\/h2>\n<p>Das \u201cSalamanca Statement\u201d (UNESCO, 1994) betonte die Grundrechte und die Einzigartigkeit jedes Kindes und legte klar fest, dass Ausbildungssysteme (f\u00fcr alle Altersstufen) so aufgebaut sein sollten, dass sie die individuellen Bed\u00fcrfnisse in einem inklusiven Kontext erf\u00fcllen k\u00f6nnen. Dies war ein radikaler Sprung vorw\u00e4rts f\u00fcr die weltweite Verbreitung des Konzepts der Inklusion. Dieser Ansatz wurde auf europ\u00e4ischer Ebene weiter bekr\u00e4ftigt durch das \u201eLisbon Agreement\u201c (2000) der Europ\u00e4ischen Union, das darlegte, dass es eine Kernaktivit\u00e4t der Union sei, \u201egegen die Exklusion\u201c zu k\u00e4mpfen. Die inklusive Praxis in individuellen Kindertagesst\u00e4tten ist die Grundlage hierf\u00fcr.<\/p>\n<h2>Die ultimativen Ergebnisse der Inklusion<\/h2>\n<p>Thomas (1997) fasste das Thema Inklusion sehr gut zusammen: \u2018Der Gedanke der Inklusion&#8230;setzt keine Parameter&#8230;es geht vielmehr um eine Philosophie der Akzeptanz und darum einen Rahmen zu bilden, innerhalb dessen alle Kinder\u2026gleicherma\u00dfen wertgesch\u00e4tzt,\u00a0 mit Respekt behandelt und mit gleichen M\u00f6glichkeiten versehen werden k\u00f6nnen.\u2018 In anderen Worten, es geht um eine Agenda von Rechten. Es geht nicht darum, Konzessionen zu machen, was die Realit\u00e4t von integrativen Programmen war und ist. Die Frage der Rechte sollte im Wesentlichen die Arbeit der Fachleute in Tageseinrichtungen f\u00fcr Kleinkinder motivieren, die sich um Kinder mit H\u00f6rbehinderungen k\u00fcmmerten. Das Endresultat der inklusiven Praxis in den fr\u00fchen Jahren, und in der Tat w\u00e4hrend des gesamten Ausbildungssystems, sollte es sein, Kindern zu helfen, eigenst\u00e4ndige Erwachsene zu werden, die selber entscheiden, welches Art von Leben sie f\u00fchren m\u00f6chten.\u00a0 Eine unangebrachte Auffassung von Sprachbehinderung und das Fehlen eines grundlegenden Verst\u00e4ndnisses, wie man damit umgeht, ist eines der gr\u00f6\u00dften Hindernisse, um dieses Ziel zu erreichen.<\/p>\n<h1>Kapitel 2-Wie sieht fr\u00fche inklusive Praxis aus?<\/h1>\n<h2>Lernziele<\/h2>\n<p>Verst\u00e4ndnis der spezifischen Faktoren, die die Inklusion f\u00fcr Kinder mit H\u00f6rbehinderungen effektiv machen.<\/p>\n<p>Verst\u00e4ndnis der Rolle des individuellen F\u00f6rderassistenten (\u2018Individual Support Assistant\u2019).<\/p>\n<p>Anerkennen der Notwendigkeit f\u00fcr kurze und effektive Einzelgespr\u00e4chssitzungen.<\/p>\n<h2>Grundlagen<\/h2>\n<p>Die grundlegenden Prinzipien und Praktiken der Inklusion, die in Betreuungseinrichtungen f\u00fcr die fr\u00fchen Jahre vorhanden sein m\u00fcssen, sind:<\/p>\n<p>Anerkennung der Tatsache, dass wir alle unterschiedlich sind.<\/p>\n<p>Proaktives Arbeiten gegen das Stereotypisieren und Homogenisieren von H\u00f6rbehinderung.<\/p>\n<p>Sicherstellen, dass individuelle F\u00f6rderprogramme personalisiert werden, d.h. so gestaltet, dass sie den Bed\u00fcrfnissen des einzelnen Kindes im Rahmen der gesamten Aktivit\u00e4ten und Ziele der fr\u00fchen Tageseinrichtung entsprechen.<\/p>\n<p>Hochwertige Erfahrungen f\u00fcr Kinder in Bezug auf die Art und Weise, in der sie unterst\u00fctzt werden beim Lernen, bei der Leistung und beim Teilnehmen am Lernen und am Leben der Einrichtung.<\/p>\n<p>Alle Kinder gleicherma\u00dfen wertsch\u00e4tzen.<\/p>\n<p>Lernstrategien angemessen differenzieren, um den Zugang zum\u00a0 altersgerechten Lehrplan zu gew\u00e4hrleisten.<\/p>\n<p>Sicherstellen, dass die Einrichtungen kontinuierlich an die Bed\u00fcrfnisse des Kindes angepasst werden.<\/p>\n<h2>Revolutionierte Praxis<\/h2>\n<p>\u00dcber die letzten 30 Jahre wurde eine riesige Menge an Wissen, Fachkenntnis, und Technologie entwickelt, was die Praxis revolutioniert hat und in Betreuungs-einrichtungen einfach angewendet werden kann, vorausgesetzt, dass das Verst\u00e4ndnis f\u00fcr die grundlegenden Management Techniken, die in dieser Anleitung beschrieben werden, vorhanden ist. Diese Entwicklungen k\u00f6nnen hervorragende Ergebnisse bringen, die dazu f\u00fchren k\u00f6nnen, dass Personen mit einer H\u00f6rbehinderung eine wirkliche Auswahl in punkto Lebensstil und Besch\u00e4ftigung haben und \u00fcber einen hohes Ma\u00df an Inklusion in die Mehrheitsgesellschaft verf\u00fcgen.\u00a0 Es ist sehr wichtig sich dieser Entwicklungen bewusst zu sein und H\u00f6rbehinderung nicht als un\u00fcberwindbares Hindernis f\u00fcr das Erreichen sehr guter Ergebnisse zu sehen. Es ist entscheidend, wie Fachleute H\u00f6rbehinderung wahrnehmen. Es ist wesentlich, dass die Leiter von Betreuungseinrichtungen der Tatsache Aufmerksamkeit schenken und in ihren Fachkr\u00e4ften ein klares Verst\u00e4ndnis entwickeln sowohl \u00fcber die Erscheinungsformen der H\u00f6rbehinderung in all ihrer Mannigfaltigkeit als auch dar\u00fcber, wie die offensichtlichen Hindernisse durch die Anwendung von Wissen und Technologie aus dem Weg ger\u00e4umt werden k\u00f6nnen. Im Wesentlichen k\u00f6nnen vorgefasste und oft enorm falsche Wahrnehmungen dar\u00fcber, was H\u00f6rbehinderung f\u00fcr ein Kind bedeutet, zum gr\u00f6\u00dften Hindernis f\u00fcr die Inklusion werden.<\/p>\n<h2>Allt\u00e4gliche Praktiken, die etabliert sein m\u00fcssen um die Inklusion zu f\u00f6rdern<\/h2>\n<p>Inklusive Praxis f\u00fcr Kinder mit H\u00f6rbehinderung sollte die folgenden Schl\u00fcsselelemente beinhalten:<\/p>\n<h3>Das Bewusstsein um die Existenz individueller H\u00f6rbed\u00fcrfnisse des Kindes, d.h. wie das Kind h\u00f6rt, wenn es H\u00f6rger\u00e4te\/CIs tr\u00e4gt.<\/h3>\n<p>Es ist wichtig zu verstehen, dass es bez\u00fcglich ihrer H\u00f6rbed\u00fcrfnisse gro\u00dfe Unterschiede vom einen zum anderen h\u00f6rbehinderten Kind gibt. Deshalb ist es wichtig, die Erfahrung mit H\u00f6rbehinderung f\u00fcr irgendein bestimmtes Kind nicht zu stereotypisieren. Das Aufkommen digitaler H\u00f6rger\u00e4te und fr\u00fcher Cochlea Implantation in den meisten europ\u00e4ischen L\u00e4ndern hat den Umfang, in dem fast normale H\u00f6rgrade erreicht werden k\u00f6nnen, revolutioniert, ad\u00e4quates Management und Unterst\u00fctzung immer vorausgesetzt. Aus diesem Grund ist es wichtig, dass man NICHT\u00a0 glaubt, ein Kind mit H\u00f6rbehinderung k\u00f6nne nicht h\u00f6ren oder lebe in einer Welt der Stille. Die gro\u00dfe Mehrheit lebt sicher nicht in einer \u201astillen\u2018 Welt.\u00a0 Das Erreichen von \u201emit Unterst\u00fctzung\u201c guten H\u00f6rgraden, was f\u00fcr die meisten Kinder mit H\u00f6rbehinderung einfach m\u00f6glich ist, bedeutet, dass sie das Potential haben, ihren Lehrplan durch altersentsprechende Sprache zu erreichen. Inklusive Praxis sollte daher den Gebrauch von H\u00f6ren zu allen Zeiten optimieren. Eine sehr n\u00fctzliche Informationsquelle zum Thema H\u00f6rverlust, und wie H\u00f6rger\u00e4te\/CIs zu gutem \u201aunterst\u00fctzten\u2018 H\u00f6ren verhelfen k\u00f6nnen, findet man in \u2019E-Caps\u2019.\u00a0 Dies ist eine bei Oticon Inc. erh\u00e4ltliche CD, die auf dem Internet unter folgendem Link erh\u00e4ltlich ist:\u00a0 http:\/\/hcl.oticondelta.com.<\/p>\n<h3>Grundlegendes Verst\u00e4ndnis des Sprachentwicklungsprozesses und wie dieses gef\u00f6rdert werden kann.<\/h3>\n<p>Der Prozess der Sprachentwicklung wird in Modul 4 besprochen. Die Zielsetzung von Sprache ist nat\u00fcrlich, Kommunikation zu erm\u00f6glichen, Sinngehalte zu teilen und die kognitive Entwicklung. Es ist eines der grundlegendsten menschlichen Merkmale, und jedes Kind hat das Recht, mit guter Sprache und Kommunikationsf\u00e4higkeit ausger\u00fcstet zu werden. Gute Sprachentwicklung zu f\u00f6rdern bedeutet, dass alle Mitarbeiter und die anderen Kinder innerhalb der Einrichtung mit dem h\u00f6rbehinderten Kind auf normale Weise interagieren. Limitierte oder eingeschr\u00e4nkte Kommunikation mit dem Kind wird nur dazu f\u00fchren, dass sein Sprachentwicklungsprozess weiter verz\u00f6gert wird.\u00a0 Der Grad der kindlichen Sprachfunktion wird von der Art der Unterst\u00fctzung und der \u201aF\u00f6rderung\u2018 abh\u00e4ngen, die es erhielt, bevor es in die Betreuungseinrichtung aufgenommen wurde. Es kann durchaus vorkommen, dass Kinder, die schon als Neugeborene als h\u00f6rbehindert diagnostiziert wurden, sogar wenn sie unter schwerem oder hochgradigen H\u00f6rverlust leiden, und die ad\u00e4quat mit H\u00f6rger\u00e4ten oder CIs versorgt wurden, mit fast normalen Sprachgraden in die Einrichtung eintreten.\u00a0 Andere k\u00f6nnen dies nicht, weil sie die Diagnose sp\u00e4ter erhielten und\/oder sp\u00e4t mit H\u00f6rger\u00e4ten oder CI ausger\u00fcstet wurden. Solche Kinder k\u00f6nnen unterschiedliche Grade der Sprachentwicklungsverz\u00f6gerung haben. In allen F\u00e4llen hat die Einrichtung eine Schl\u00fcsselrolle bei der F\u00f6rderung der Sprachentwicklung im Bezug auf die Arbeit mit \u201aau\u00dfenstehenden\u2018 Fachleuten und Familien.<\/p>\n<h3>Das Verst\u00e4ndnis f\u00fcr die Notwendigkeit, normale Interaktionsmuster aufrecht zu<br \/>\nerhalten<\/h3>\n<p>Dies ist zwingend. Wenn man Interaktionsmuster ver\u00e4ndert, also z.B. langsamer spricht oder ein sehr vereinfachtes Vokabular (verglichen mit dem Alter des Kindes) oft \u201atelegrafische\u2018 Sprache verwendet, wird dies nur zu einer versp\u00e4teten oder weiter verz\u00f6gerten Sprachentwicklung f\u00fchren. Inklusive Praxis bedeutet die Vermeidung von Stereotypisierung bez\u00fcglich der H\u00f6rbehinderung, was zu einer Entwicklung von anormalen Interaktionsmustern f\u00fchren kann. Alle Mitarbeiter der Einrichtung sollten ermutigt werden, mit dem h\u00f6rbehinderten Kind in einer normalen, entspannten Weise umzugehen. Mit Sicherheit sollte das Kind nicht dazu gedr\u00e4ngt werden, Sprache zu \u201alernen\u2018 (vgl. Modul 4 f\u00fcr n\u00e4here Details diesbez\u00fcglich). Das Kind sollte ermutigt werden, sozial mit den anderen Kindern zu verkehren und Sinninhalte zu teilen. Dies ist sehr wichtig und einfach zu erreichen, da kleine Kinder normalerweise nicht \u2018engstirnig\u2019 durch stereotype Ansichten von Behinderung sind, und deshalb geneigt sind zu kommunizieren und spontan zu interagieren. In Bezug auf Interaktion ist es wichtig sicherzustellen, dass die Bedeutung der Interaktion mitgeteilt wird und dass die \u00c4u\u00dferungen des Kindes als sinnmachend akzeptiert und nicht konstant korrigiert werden.<\/p>\n<h3>Planung die sicherstellt, dass das Kind ad\u00e4quate Unterst\u00fctzung erh\u00e4lt, um Zugang zum Lehrplan zu erlangen, der angeboten wird.<\/h3>\n<p>Es ist essenziell, \u00fcber den Tag keine \u2018abweichenden\u2019 Aktivit\u00e4ten f\u00fcr das Kind mit H\u00f6rbehinderung anzubieten oder seine Teilnahme an den Hauptaktivit\u00e4ten der Einrichtung einzuschr\u00e4nken. Dies bedeutet, den Zugang zu normalem Spiel, Geschichten, Theaterspiel und anderen Aktivit\u00e4ten zu f\u00f6rdern. Eine wichtige Form, wie man den Zugang zum Lehrplan der fr\u00fchen Jahre erleichtern kann, ist das Angebot von zus\u00e4tzlicher individueller F\u00f6rderung, indem man mit dem Kind arbeitet und \u00fcber die Kindertagesst\u00e4ttenaktivit\u00e4ten und \u2013geschichten spricht \u2013 vorzugsweise bevor diese der ganzen Gruppe pr\u00e4sentiert werden \u2013 so dass das h\u00f6rbehinderte Kind sich einfacher in Gruppenaktivit\u00e4ten einbringen kann.<\/p>\n<h3>Vollst\u00e4ndige und richtige Verwendung von H\u00f6rger\u00e4ten und verwandten Technologien<\/h3>\n<p>Dieses Thema wird in Modul 8 eingehend besprochen. Es ist ein Punkt, der nicht oft genug betont werden kann, da er ma\u00dfgeblich am Unterschied zwischen Erfolg und Misserfolg der inklusiven Praxis beteiligt ist.<\/p>\n<h3>Eingehende Zusammenarbeit mit den Familien<\/h3>\n<p>Dies ist \u00e4u\u00dferst wichtig. Eine Betreuungseinrichtung f\u00fcr Kleinkinder, die offen und einladend f\u00fcr Familien ist, stellt nat\u00fcrlich den Schl\u00fcssel zu einem inklusiven Ansatz dar. Es ist es wert, jeden Tag eine kurze Zeit mit den Eltern zu verbringen und den Fortschritt des Kindes zu diskutieren und \u00fcber die Aktivit\u00e4ten zu sprechen, an denen es teilgenommen hat. Dies kann sehr hilfreich sein, um die Bedenken und Bef\u00fcrchtungen der Eltern zu zerstreuen, was f\u00fcr die F\u00f6rderung eines inklusiven Ansatzes enorm wichtig ist. Ein praktischer und sehr n\u00fctzlicher Mechanismus, um Eltern zu unterst\u00fctzen, ist die F\u00fchrung eines \u201azuhause\/Betreuungseinrichtung\u2018 (\u2018home\/setting\u2019) Notizbuches. In dieses k\u00f6nnen Fotos oder einfache Zeichnungen zu den unternommenen Aktivit\u00e4ten eingetragen werden, die zuhause eine Menge n\u00fctzliche Anhaltspunkte f\u00fcr Erz\u00e4hlungen des Kindes bieten k\u00f6nnen.\u00a0 Auch sollten Familien ermutigt werden, das selbe mit den zuhause unternommenen Aktivit\u00e4ten zu tun und einige S\u00e4tze und Bilder dar\u00fcber in das Buch einzuf\u00fcgen, damit die Betreuungspersonen ein klares Verst\u00e4ndnis \u00fcber die Aktivit\u00e4ten der Kindes zuhause gewinnen und mit ihm in der Tagesst\u00e4tte dar\u00fcber sprechen k\u00f6nnen.<\/p>\n<h3>Eingehende Zusammenarbeit mit Fachleuten \u2018von au\u00dferhalb\u2019<\/h3>\n<p>Geh\u00f6rlosenlehrer\/ Fachleute f\u00fcr Habilitation, die das Kind f\u00f6rdern, werden viel Information und Anleitung dazu liefern k\u00f6nnen, wie H\u00f6rtechnologie verwendet werden soll. Es ist wichtig, ein regelm\u00e4\u00dfiges F\u00f6rderprogramm mit Fachleuten von \u201eau\u00dferhalb\u201c zu erstellen. Dies ist besonders wichtig in Hinblick auf allgemeine Ratschl\u00e4ge, Ratschl\u00e4ge bez\u00fcglich Verwendung von H\u00f6rger\u00e4ten\/ CIs und der \u00dcberwachung der Entwicklung. Solche externe Fachleute sollten die Betreuungseinrichtung mit ausf\u00fchrlichen Berichten zur Entwicklung und mit entsprechender Anleitung versorgen. Es kann vorkommen, dass eine derartige externe Unterst\u00fctzung auch f\u00fcr zu Hause vermittelt wird und dass\u00a0 Fachleute \u201avon au\u00dferhalb\u2018 eine wertvolle Verbindung zwischen Heim und Einrichtung herstellen k\u00f6nnen. Jedoch kann in einigen Regionen externe Unterst\u00fctzung limitiert oder gar nicht existent sein. In solchen F\u00e4llen sind die F\u00f6rdereinrichtungen sehr auf sich allein gestellt und m\u00fcssen sich auf die Informationen und Ratschl\u00e4ge dieser Anleitung verlassen und auf die Links, die darin aufgef\u00fchrt sind. Wo externe Unterst\u00fctzung sehr limitiert ist, empfiehlt es sich, die Audiologie Klinik des Kindes zu kontaktieren oder besser noch zu besuchen, um dort Ratschl\u00e4ge bez\u00fcglich Einstellungen des H\u00f6rger\u00e4tes\/ CIs, Gesundheit und Sicherheit einzuholen.<\/p>\n<h3>Bereitstellen einer ruhigen Umgebung f\u00fcr individuelle Arbeit\/ Gespr\u00e4che um den Gebrauch der H\u00f6rger\u00e4te\/CIs zu optimieren.<\/h3>\n<p>Externe Fachleute sollten diesbez\u00fcglich Ratschl\u00e4ge erteilen k\u00f6nnen \u2013 besonders im Hinblick auf die \u2018ruhige\u2019 Umgebung f\u00fcr individuelles Arbeiten[5].<\/p>\n<h3>Schreiben eines Individuellen F\u00f6rderplans (\u201eIndividual Support Plan\u201c) f\u00fcr das Kind mit H\u00f6rbehinderung<\/h3>\n<p>Bei richtigem Aufbau kann dies ein sehr n\u00fctzliches Instrument sein, um die Aufmerksamkeit auf die spezifischen Bed\u00fcrfnisse des Kindes zu richten. Der Plan sollte mindestens alle sechs Monate mit den wichtigsten Teammitgliedern der Betreuungseinrichtung, mit den Eltern und \u2018externen Fachleuten\u2019 besprochen werden. Der Plan sollte Informationen \u00fcber die H\u00f6rbehinderung des Kindes enthalten und \u00fcber seine Bed\u00fcrfnisse im Allgemeinen und auch die Ziele, die in den n\u00e4chsten sechs Monaten in Zusammenarbeit mit Betreuungseinrichtung, Familie und externen Fachleuten gemeinschaftlich erreicht werden sollen. Sobald der Plan besprochen ist, m\u00fcssen die Daten und Ziele aktualisiert werden. Die Entwicklung von Individuellen F\u00f6rderpl\u00e4nen ist ein n\u00fctzliches Instrument, um sicherzustellen, dass alle, die an der F\u00f6rderung des Kindes beteiligt sind, einschlie\u00dflich der Familie, vollst\u00e4ndig in die Ausarbeitung, die Sicherstellung des optimalen Fortschritts und der Erzielung der Leistung miteinbezogen werden. Sie finden einen Vorschlag f\u00fcr einen Familien- F\u00f6rderplan am Ende dieses Kapitels, im Unterkapitel 3.6.<\/p>\n<h2>Die Rolle des individuellen F\u00f6rderassistenten (\u201cIndividual Support Assistant\u201d)<\/h2>\n<p>In einigen Einrichtungen stehen Gelder zur Verf\u00fcgung, um einen individuellen F\u00f6rderassistenten f\u00fcr das Kind mit H\u00f6rbehinderung einzusetzen. Dies kann ein sehr wertvoller Trumpf f\u00fcr die F\u00f6rderung des Verst\u00e4ndnisses beim Kind sein und kann die Inklusion erleichtern. Dieses Teammitglied sollte:<\/p>\n<p>Ein bis zweimal pro Tag Einzelgespr\u00e4che von etwa 20 Minuten L\u00e4nge abhalten.<\/p>\n<p>Die F\u00fchrungsperson sein bei der Sicherstellung, dass H\u00f6rger\u00e4te\/CIs und andere audiologische Ger\u00e4te funktionieren und fachgerecht eingesetzt werden, in \u00dcbereinstimmung mit den Anweisungen der externen Fachleute.<\/p>\n<p>Es dem Kind erleichtern, Zugang zur Gruppe und zu sozialen Aktivit\u00e4ten zu finden \u2013 und gleichzeitig einen allzu aufdringlichen Ansatz vermeiden. Es ist wichtig, die Selbst\u00e4ndigkeit zu f\u00f6rdern und ein sorgf\u00e4ltiges Gleichgewicht zwischen der Beg\u00fcnstigung von Verst\u00e4ndnis und Sprachentwicklung auf der einen Seite und Unabh\u00e4ngigkeit und normale soziale Entwicklung auf der anderen.<\/p>\n<p>Der Hauptkontakt f\u00fcr die Familien sein.<\/p>\n<p>Den Gebrauch des \u201cZuhause\/Betreuungseinrichtung\u201c Notizbuches f\u00f6rdern.<\/p>\n<p>Der Hauptkontakt f\u00fcr externe Fachleute und Agenturen darstellen.<\/p>\n<h2>Individuelle F\u00f6rdersitzungen<\/h2>\n<p>Es ist schwierig, den Ablauf dieser Sitzungen genau zu beschreiben. Sie k\u00f6nnen beinhalten, dass man das Kind in einen ruhigen Bereich mitnimmt und dort zum Beispiel das Hauptthema der Geschichte des Tages oder der Woche durchspricht oder durchspielt. Dies wird helfen sicherzustellen, dass das Kind ein Verst\u00e4ndnis des Grundwortschatzes der Geschichte und ihrer Bedeutung bekommt.\u00a0 Es ist wichtig, in Einzelsitzungen eine effektive altersgerechte Konversation aufzubauen. Konversation ist das Schl\u00fcsselwort, und es ist wichtig zu vermeiden, dass man das Kind ausfragt oder es mit einer beschr\u00e4nkten und hoch strukturierten Form von Sprache ausr\u00fcstet, die gar nicht effektiv Bedeutung ausdr\u00fccken kann.\u00a0 Eine gute Anweisung daf\u00fcr ist, sich nat\u00fcrlich und interaktiv zu verhalten, wie man es mit einem normalen Kind der Betreuungseinrichtung, das nicht h\u00f6rbehindert ist, tun w\u00fcrde.\u00a0 Einzelsitzungen k\u00f6nnen auch Unterhaltungen \u00fcber Bilder oder Notizen beinhalten, die die Familien in ihrem Zuhause\/Betreuungseinrichtung Notizbuch gemacht haben. Dies ist besonders wertvoll, weil es das Kind ermutigt, sich an Aktivit\u00e4ten (dem Alter des Kindes entsprechend) zu erinnern und diese jemandem zu beschreiben, der bei den Aktivit\u00e4ten nicht selber mit dabei war.\u00a0 Dies ist ein wichtiger aber anspruchsvoller Aspekt von Sprachentwicklung und der Benutzung von Bedeutung.<\/p>\n<h2>Vorlage f\u00fcr einen individuellen F\u00f6rderplan<\/h2>\n<p>Abschnitt 3.3.9 bezieht sich auf einen individuellen F\u00f6rderplan und seinen Nutzen. Einen Vorschlag f\u00fcr einen solchen Plan finden Sie unten.<\/p>\n<p>INDIVIDUELLER F\u00d6RDERPLAN<\/p>\n<p>Details des Kindes<\/p>\n<p>Name:<\/p>\n<p>Geburtsdatum:<\/p>\n<p>H\u00f6rpegel nicht unterst\u00fctzt:<\/p>\n<p>H\u00f6rpegel mit H\u00f6rger\u00e4t\/CI:<\/p>\n<p>Andere Ger\u00e4te, die von dem Kind genutzt werden:<\/p>\n<p>Details \u00fcber andere Behinderungen\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 (falls zutreffend):<\/p>\n<p>Faktoren, die auf das Kind und dessen Familie zutreffen:<br \/>\nZIELE DES INDIVIDUELLEN F\u00d6RDERPLANS<\/p>\n<p>Dieser Plan ist f\u00fcr:<\/p>\n<p>Datum:<br \/>\nVereinbarte Ziele und n\u00e4chste Schritte f\u00fcr das Kind, die<br \/>\nBetreuungseinrichtung und die Familie<br \/>\nMa\u00dfnahmen<br \/>\nWer wird was tun und bis wann?<br \/>\nEltern \/ Erzieher \/ F\u00f6rderassistent<\/p>\n<h1>Kapitel 3-Fallbeispiel f\u00fcr eine fr\u00fche inklusive Versorgung<\/h1>\n<h2>Lernziele<\/h2>\n<p>Untersuchung eines Fallbeispiels f\u00fcr inklusive Praxis in einer Betreuungseinrichtung f\u00fcr Kleinkinder.<\/p>\n<p>Identifizierung von Schl\u00fcsselfaktoren zur erfolgreichen Platzierung eines h\u00f6rbehinderten Kindes in einer inklusiven Betreuungseinrichtung f\u00fcr Kleinkinder.<\/p>\n<h2>Fallbeispiel<\/h2>\n<p>Die untenstehende Textbox enth\u00e4lt ein wahres Fallbeispiel, anhand dessen die Schl\u00fcsselaspekte der inklusiven Versorgung eines Kindes in einer Betreuungseinrichtung f\u00fcr Kleinkinder untersucht werden. Es handelt sich um ein Beispiel aus dem \u2019wirklichen Leben\u2019, es werden jedoch aus Gr\u00fcnden der Vertraulichkeit anonymisierte Namen verwendet.<\/p>\n<p>Sunshine Kindertagesst\u00e4tte<\/p>\n<p>Die Sunshine Kindertagesst\u00e4tte ist eine unabh\u00e4ngige Einrichtung f\u00fcr Kleinkinder in einer st\u00e4dtischen Gegend. Es ist eine gro\u00dfe Kindertagesst\u00e4tte, die 80 Kinder zwischen 2 \u00bd und 5 Jahren aufnehmen kann.<\/p>\n<p>Diese Einrichtung wird von Emily besucht, die unter hochgradigem H\u00f6rverlust leidet. Emilys H\u00f6rbehinderung wurde im Alter von 6 Wochen diagnostiziert, worauf sie mit zwei starken digitalen H\u00f6rger\u00e4ten versorgt wurde.\u00a0 Im Alter von 18 Monaten erhielt sie ein CI.<\/p>\n<p>Seit der Diagnose besuchte ein Vorschschullehrer f\u00fcr Geh\u00f6rlose einmal in der Woche Emily und ihre Eltern zuhause.\u00a0 Als sie 2 Jahre und 9 Monate alt war, fing Emily an, die Sunshine Kindertagesst\u00e4tte an f\u00fcnf Vormittagen in der Woche zu besuchen, wo sie w\u00f6chentlich von ihrem Lehrer f\u00fcr Geh\u00f6rlose und gelegentlich bei Habilitationsfachleuten ihres \u00f6rtlichen Cochlear Implant Centers besucht wird.<\/p>\n<p>Bevor Emily in die Sunshine Kindertagesst\u00e4tte eintrat, hatten die Betreuer keinerlei Erfahrung mit Kindern mit hochgradiger H\u00f6rbehinderung, obwohl sie \u00fcber die Jahre schon Kinder mit anderen Behinderungen betreut hatten.<\/p>\n<p>Emily hat durch ihr CI ein gutes unterst\u00fctztes H\u00f6rverm\u00f6gen, das ihr erlaubt, den normalen Bereich von Sprachlauten zu h\u00f6ren. Sie f\u00e4ngt auch an ein FM-System zu benutzen. In der Umgebung der Kindertagesst\u00e4tte hat Emily wie zu erwarten Probleme, aus der Distanz oder bei L\u00e4rm zu h\u00f6ren. Sie ist nun 4 Jahre alt, obwohl ihre Sprachstrukturen und ihre Sprachentwicklung eher denjenigen eines Kindes von 2 Jahren 9 Monaten bis 3 Jahren entsprechen. Trotzdem macht sie sprachlich sehr gute Fortschritte und ist eine eifrige \u201aKommunikatorin\u2018<\/p>\n<p>Vor ihrem Eintritt in die Sunshine Kindertagesst\u00e4tte erteilte Emilys Vorschullehrer f\u00fcr Geh\u00f6rlose den Mitarbeitern der Einrichtung Unterricht zu ihren Bed\u00fcrfnissen. Dieser Unterricht schloss praktisches Training in der Handhabung des CI und des FM-Systems mit ein, und zeigte auf, wie die Inklusion von Emily gef\u00f6rdert werden kann; er beinhaltete auch Trainingseinheiten, in denen anhand von Videobeispielen erkl\u00e4rt wurde, wie man das Verst\u00e4ndnis und die spontane Sprachentwicklung unterst\u00fctzen kann.<\/p>\n<p>In Zusammenarbeit mit dem Lehrer f\u00fcr Geh\u00f6rlose und der Familie entstand ein individueller F\u00f6rderplan f\u00fcr Emily, der alle sechs Monate \u00fcberarbeitet wird. Die Kindertagesst\u00e4tte bestimmte ein Mitglied des Teams zu Emilys individuellem F\u00f6rderassistenten, der verantwortlich ist f\u00fcr die Zusammenarbeit mit den Eltern, f\u00fcr die \u00dcberwachung der Funktion und des Gebrauchs des CI und FM-Systems und f\u00fcr die t\u00e4glich abzuhaltenden zwei kurzen aber konzentrierten 1:1 Sitzungen mit Emily.\u00a0 Zus\u00e4tzlich ist es die Rolle des individuellen F\u00f6rderassistenten, diskret ein Auge auf Emily zu haben und ihr aktives Teilnehmen am Tagesgeschehen der Kindertagesst\u00e4tte und ihren Umgang mit den anderen Kindern zu f\u00f6rdern.<\/p>\n<p>Obwohl Emily anfangs etwas z\u00f6gerte, sich auf andere Kinder einzulassen, hat sich dies mit zunehmender Sprachentwicklung wesentlich verbessert. Sie tr\u00e4gt ihr CI konstant und w\u00e4hrend Gruppenaktivit\u00e4ten, Geschichtenstunden und 1:1 Sitzungen verwendet sie auch das FM-System. Die Kindertagesst\u00e4tte hat einen kleinen Raum f\u00fcr das Arbeiten mit Emily \u2018in Ruhe\u2019 bereitgestellt, den sie mit Teppich und weichem Mobiliar versehen hat, um eine gute \u201aakustische\u2018 Umgebung\u00a0 mit niedriger Nachhalligkeit zu schaffen. F\u00fcr fokussierte 1:1 Gespr\u00e4che ist dies die ideale Umgebung.<\/p>\n<p>Emilys individueller F\u00f6rderassistent f\u00fcllt jeden Tag ein zuhause\/Betreuungseinrichtung Notizbuch aus, indem er es mit einfachen Zeichnungen oder einem Foto der Tagesaktivit\u00e4ten zusammen mit Notizen oder Informationen f\u00fcr Emilys Eltern erg\u00e4nzt.\u00a0 Emilys Familie tut zuhause dasselbe, und so ist eine wertvolle Quelle f\u00fcr Emily entstanden, mit Hilfe derer sie sowohl \u00fcber ihre Tagesst\u00e4tte als auch \u00fcber ihr Leben zuhause erz\u00e4hlen kann.\u00a0 Jeden Tag, wenn Emily von einem Elternteil abgeholt wird, gibt es ein kurzes Gespr\u00e4ch mit dem individuellen F\u00f6rderassistenten, in welchem allf\u00e4llige Punkte bez\u00fcglich CI Gebrauch\/-Ausf\u00e4llen oder \u00e4hnliches besprochen werden, um die Familie auf den aktuellen Stand zu bringen.\u00a0 Emilys Eltern f\u00fchlen sich immer zuversichtlicher, dass sie in die Tagesst\u00e4tte inkludiert ist und dass dies ein ausgezeichneter Auftakt ist f\u00fcr die Inklusion in eine Regelschule, die Emily letztendlich besuchen soll.<\/p>\n<h2>Aufgabe<\/h2>\n<p>Notieren Sie Ihre Antworten auf folgende zwei Fragen:<\/p>\n<p>Welches sind die Schl\u00fcsselfaktoren des obigen Fallbeispiels, die zur F\u00f6rderung von inklusiver und effektiver Praxis f\u00fchren?<\/p>\n<p>K\u00f6nnte Ihre Betreuungseinrichtung dasselbe erreichen, auch wenn die externe Unterst\u00fctzung limitiert w\u00e4re?<\/p>\n<h1>Kapitel 4-Einrichtungen f\u00fcr Kleinkinder \u2013 Mind Map zur Inklusion<\/h1>\n<h2>Lernziele<\/h2>\n<p>Eine Mind Map benutzen, um ein Konstrukt der inklusiven Praxis zu entwickeln<\/p>\n<h2>Mind Map<\/h2>\n<p>Die folgende Mind Map soll als aide memoire (Ged\u00e4chtnisst\u00fctze) f\u00fcr die Leser dienen, und die Schl\u00fcsselprinzipien und \u2013 Praktiken darstellen, die f\u00fcr ein Kind mit H\u00f6rbehinderung zur effektiven inklusiven Fr\u00fchversorgung f\u00fchren.\u00a0 Die Mind Map umfasst die Konzepte und praktischen Fragestellungen, die in diesem Modul besprochen werden.<\/p>\n<h2>Aufgabe<\/h2>\n<p>Eine n\u00fctzliche \u00dcbung f\u00fcr den Leser w\u00e4re zu diesem Zeitpunkt, sich die Mind Map anzuschauen und sie mit der Praxis und Umsetzung in ihrer eigenen Betreuungseinrichtung zu vergleichen. Ob die Leser jedes K\u00e4stchen mit \u2018ja\u2019 beantworten k\u00f6nnen?<\/p>\n<p>Die Schl\u00fcsselelemente zu identifizieren, die nicht umgesetzt werden, wird eine n\u00fctzliche Vorbereitung sein, um die Abschlusspr\u00fcfung in Kapitel 6 durchzuf\u00fchren.<\/p>\n<p>MIND MAP ZUR INKLUSION<\/p>\n<h1>Kapitel 5-Kontrollinstrument<\/h1>\n<h2>Lernziele<\/h2>\n<p>Den Wert der \u2018Kontrollpraxis\u2019 erkennen, um seine Inklusivit\u00e4t zu bestimmen.<\/p>\n<p>Der Gebrauch eines \u2018schnellen\u2019 Kontrollinstruments<\/p>\n<p>Das Format f\u00fcr einen Ma\u00dfnahmen-Plan erkunden, um Verbesserungen in der Praxis zu identifizieren.<\/p>\n<h2>Das Instrument<\/h2>\n<p>Dieses Kapitel enth\u00e4lt ein einfaches Kontrollinstrument, das schnell benutzt werden kann, um die Inklusivit\u00e4t einer Einrichtung im Bezug auf sein Angebot f\u00fcr ein Kind\/ Kinder mit H\u00f6rbehinderung zu bestimmen. Es wird die Basis f\u00fcr einen Ma\u00dfnahmen-Plan bilden (erkl\u00e4rt in 6.3.), um das inklusive Angebot zu verbessern. Wir schlagen vor, dass das Kontrollinstrument im Rahmen einer Mitarbeitersitzung als \u00dcbung zur Anwendung kommt und von allen durchgef\u00fchrt wird, die in der Einrichtung arbeiten, um sicherzustellen, dass die \u00dcbung selbst inklusiv ist!<\/p>\n<p>Das Kontrollinstrument ist in einem einfachen Fragebogen-Format angelegt, was es erm\u00f6glicht, die Bereiche, die entwickelt werden sollten, einfach zu identifizieren.<\/p>\n<h2>Kontrollinstrument \u2013 Wie inklusiv ist ihre Betreuungseinrichtung f\u00fcr\u00a0Kleinkinder?<\/h2>\n<p>Bitte kreuzen Sie Spalte 2, 3 oder 4 an, je nachdem was am meisten zutreffend ist. Die Fragen gehen davon aus, dass ein Kind\/ Kinder mit Sprachbehinderung die Einrichtung besuchen.<\/p>\n<p>Inklusionskriterien<\/p>\n<p>Vorhanden<br \/>\nTeilweise vorhanden<br \/>\nNicht vorhanden<br \/>\n1.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Verf\u00fcgt die Einrichtung \u00fcber eine Grund-satzerkl\u00e4rung zur inklusiven Praxis?<\/p>\n<p>2.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Erhielten die Mitglieder des Betreuungsteams Training zur inklusiven Praxis \u2013 insbesondere in Bezug auf das Angebot f\u00fcr Kinder mit H\u00f6rbehinderung?<\/p>\n<p>3.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Haben alle Mitglieder des Betreuungsteams eine Grundausbildung zu den Bed\u00fcrfnissen von Kindern mit H\u00f6rbehinderung erhalten?<\/p>\n<p>4.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Wurde ein Mitglied des Teams zur Unterst\u00fctzungskraft f\u00fcr das Kind\/ die Kinder mit H\u00f6rbehinderung und zum Verbindungsglied zu den Familien bestimmt\/nominiert?<\/p>\n<p>5.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Falls ein Teammitglied bestimmt\/ nominiert wurde, um das Kind\/ die Kinder mit H\u00f6rbehinderung zu unterst\u00fctzen, hat diese Person ein ausf\u00fchrliches Training \u00fcber das Management eines Kindes mit H\u00f6rbehinderung erhalten?<\/p>\n<p>6.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Wissen die Mitglieder des Betreuungsteams\/ bzw. das nominierte Teammitglied (falls bestimmt), wie man die Funktion von H\u00f6rger\u00e4ten\/ CIs und FM Systemen zuverl\u00e4ssig testet?<\/p>\n<p>7.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Wissen die Teammitglieder, wie die Einstellungen des H\u00f6rger\u00e4tes sind?<\/p>\n<p>8.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Werden die H\u00f6rger\u00e4te\/CIs mindestens zweimal t\u00e4glich in der Betreuungstagesst\u00e4tte \u00fcberpr\u00fcft?<\/p>\n<p>9.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Wird die Funktion des FM Systems, falls benutzt, mindestens t\u00e4glich in der Tagesst\u00e4tte \u00fcberpr\u00fcft?<\/p>\n<p>10.\u00a0 Wurde externer Rat eingeholt bez\u00fcglich der Verwendung von H\u00f6rger\u00e4ten\/ CIs und FM Systemen?<\/p>\n<p>11.\u00a0 Verf\u00fcgt das Kind \u00fcber einen F\u00f6rderplan, der mit externen Organen (z.B. einem Lehrer f\u00fcr Geh\u00f6rlose) und Eltern abgesprochen wurde?<\/p>\n<p>12.\u00a0 Wird der Entwicklungs- und F\u00f6rderplan des Kindes alle 6 Monate formell besprochen?<\/p>\n<p>13.\u00a0 Gibt es ein zuhause\/Betreuungseinrichtung Notizbuch und wird es t\u00e4glich erg\u00e4nzt?<\/p>\n<p>14.\u00a0 Werden regelm\u00e4\u00dfige (z.B. w\u00f6chentliche) Sitzungen mit den Eltern abgehalten, um Entwicklungsschritte pers\u00f6nlich zu besprechen?<\/p>\n<p>15.\u00a0 Werden beide (falls zutreffend) Elternteile zum Kontakt mit Mitarbeitern der Betreuungs-einrichtung ermutigt?<\/p>\n<p>16.\u00a0 Sind die Einzelheiten zum Sprachstand und zur kognitiven Entwicklung des Kindes bekannt?<\/p>\n<p>17.\u00a0 Wird das Kind angehalten, normal mit seinen Kameraden umzugehen?<\/p>\n<p>18.\u00a0 Nimmt das Kind an allen Aktivit\u00e4ten der Betreuungseinrichtung aktiv teil?<\/p>\n<p>19.\u00a0 Hat das Kind regelm\u00e4\u00dfige 1:1 Gespr\u00e4chs-sitzungen, um die Themen, die in<br \/>\nder Betreuungseinrichtung durchgenommen werden, zu erg\u00e4nzen?<\/p>\n<p>20.\u00a0 Wurden in der Betreuungsumgebung Anpassungen vorgenommen, um die H\u00f6r-bedingungen zu verbessern? Gibt es zum Beispiel einen mit Teppich ausgestatteten Ruhebereich oder \u2013raum?<\/p>\n<h2>Einen Ma\u00dfnahmen-Plan erstellen<\/h2>\n<p>Zuerst einmal ist es wichtig, die Spalten zwei bis vier des Kontrollinstruments aus Abschnitt 6.2 durchzugehen und das Ankreuzmuster insgesamt auszuwerten. Finden sich 18 oder mehr Kreuze in der ersten Spalte, ist dies ein Anzeichen daf\u00fcr, das Angebot ausreichend auf die kindlichen Bed\u00fcrfnisse ausgerichtet und inklusiv ist; sind aber 18 oder mehr Kreuze in den Spalten zwei oder drei, m\u00fcssen ernsthafte Bedenken bez\u00fcglich der Inklusivit\u00e4t der Versorgung angemeldet werden. Wenn man die Gesamtverteilung der Kreuze betrachtet, sollte man beachten, dass die Fragen 4, 5, 6, 7, 8, 9, 10, 15 und 19 von entscheidender Wichtigkeit sind, und wenn es nicht m\u00f6glich sein sollte, bei diesen Fragen \u201cvorhanden\u201d anzukreuzen, wird der Wert der anderen Faktoren, die als \u201cvorhanden\u201d bezeichnet werden konnten, betr\u00e4chtlich gemindert.<\/p>\n<h2>Ma\u00dfnahmen-Plan<\/h2>\n<p>Nach der Durchf\u00fchrung der Kontrolle ist es essentiell, einen Ma\u00dfnahmen-Plan aufzustellen, um die Umsetzung der inklusiven Praxis zu unterst\u00fctzen. Dieser Plan muss eindeutig auf die in der Kontrolle identifizierten Punkte, die noch nicht oder nur teilweise vorhanden sind,\u00a0 ausgerichtet werden. Zus\u00e4tzlich muss der Ma\u00dfnahmen-Plan allenfalls erg\u00e4nzt werden durch spezifische Ma\u00dfnahmen f\u00fcr ein individuelles Kind, die durch Gespr\u00e4che mit Eltern und externen Fachleuten (z.B. Lehrer f\u00fcr Geh\u00f6rlose) identifiziert wurden.\u00a0 Der Ma\u00dfnahmen-Plan kann folgenderma\u00dfen aufgestellt werden:<\/p>\n<p>Ma\u00dfnahme<br \/>\nWie wird die Ma\u00dfnahme durchgef\u00fchrt?<br \/>\nWer wird verantwortlich f\u00fcr die Durchf\u00fchrung der Ma\u00dfnahme sein?<br \/>\nAngestrebter Termin, bis zu welchem die Ma\u00dfnahme umgesetzt werden soll.<\/p>\n<p>Die oben verwendeten Titel des Ma\u00dfnahmen-Plans werden es erm\u00f6glichen, Ma\u00dfnahmen zu identifizieren und Klarheit dar\u00fcber zu schaffen, wie sie umgesetzt werden sollen und bis wann. Es ist wichtig, klare Termine f\u00fcr Ma\u00dfnahmen zu setzen und diese so schnell als m\u00f6glich umzusetzen. Es ist unabdingbar, den Ma\u00dfnahmen-Plan mit der Familie des Kindes zu teilen, da er ihnen Zuversicht geben wird, dass die Betreuungseinrichtung sich aktiv f\u00fcr die F\u00f6rderung ihres Kindes einsetzt. Zus\u00e4tzlich sollte der Ma\u00dfnahmen-Plan auch mit externen F\u00f6rderkollegen besprochen werden, die m\u00f6glicherweise noch spezifische zus\u00e4tzliche Empfehlungen aussprechen k\u00f6nnen, die zum Ma\u00dfnahmen-Plan hinzugef\u00fcgt werden sollten, um spezifischen Bed\u00fcrfnissen zu entsprechen, z.B. im Zusammenhang mit Gesundheit und Sicherheit.<\/p>\n<h1>Kapitel 6-Fr\u00fchf\u00f6rderung<\/h1>\n<h2>Quellen<\/h2>\n<p>Im gesamten Modul wurden Referenzen angegeben, die die Leser zu Schl\u00fcsseltexten\/-Websites f\u00fchren, die ihnen helfen werden, \u00fcber Themen der Inklusion und dar\u00fcber, wie man die inklusive Praxis im allgemeinen umsetzen kann, nachzudenken. Dieses Kapitel identifiziert Hauptinformationsquellen, die eine gro\u00dfe Hilfe sein werden bei der Entwicklung von inklusiver und qualitativ hochwertiger Praxis f\u00fcr Kinder mit H\u00f6rbehinderung (und nat\u00fcrlich auch anderen Behinderungen) im Kleinkindalter.\u00a0 Bei der Behandlung von Themen der Gesamt-Behinderung wird das Schwergewicht auf die H\u00f6rbehinderung gelegt, und diese wird in einigen L\u00e4ndern weitgehend als Schl\u00fcsselmechanismus f\u00fcr die Entwicklung von hochwertiger inklusiver Praxis verwendet. Diese Praxis wird Fr\u00fchf\u00f6rderung genannt.<\/p>\n<h2>Fr\u00fchf\u00f6rderung<\/h2>\n<p>Fr\u00fchf\u00f6rderung wurde von der Englischen Regierung seit dem Jahre 2003 entwickelt. Es ist \u2018das zentrale Regierungsprogramm, um besser koordinierte, familienorientierte Dienstleistungen f\u00fcr kleine Kinder mit Behinderungen und deren Familien bereitzustellen\u2019. Die Fr\u00fchf\u00f6rderung hat eine gro\u00dfe Anzahl von Quellen hervorgebracht (von denen einige auch in einer Anzahl anderer Sprachen als Englisch verf\u00fcgbar sind), die frei via Internet heruntergeladen werden k\u00f6nnen. Das Hauptportal zur Website zur Fr\u00fchf\u00f6rderung finden Sie unter http:\/\/www.earlysupport.org.uk<\/p>\n<p>Die Fr\u00fchf\u00f6rderung liefert Material, das unter vielen verschiedenen Umst\u00e4nden verwendet werden kann.\u00a0 Es ist relevant f\u00fcr viele Einrichtungen, Regelbetreuungsst\u00e4tten f\u00fcr kleine Kinder miteingeschlossen. Die Materialien, die runtergeladen werden k\u00f6nnen, wurden erst nach ausf\u00fchrlicher Beratung und Informationsbeschaffung erstellt. Die Website zur Fr\u00fchf\u00f6rderung bietet einen klaren Leitfaden zu den dort erh\u00e4ltlichen Materialien. Die Site enth\u00e4lt F\u00f6rdermaterialien, die auf Familien ausgerichtet sind, aber auch solche f\u00fcr Fr\u00fchf\u00f6rdereinrichtungen. Der Fokus der Materialien liegt auf der F\u00f6rderung von partnerschaftlicher Zusammenarbeit von Familien und Einrichtungen. Besondere Aspekte der Website, die wir Lesern in Bezug auf inklusive Praxis besonders empfehlen m\u00f6chten, sind:<\/p>\n<p>Das \u201aMonitoring\u2018 (\u00dcberwachungs) Protokoll f\u00fcr geh\u00f6rlose Babies und Kleinkinder,\u00a0 0-3 Jahre.<\/p>\n<p>Informationsbrosch\u00fcren f\u00fcr Familien zum Thema H\u00f6rbehinderung (und andere Behinderungen), die auch gleicherma\u00dfen n\u00fctzlich sind f\u00fcr Betreuungseinrichtungen.<\/p>\n<p>Ein detailliertes \u2018Service Audit Tool\u2019 (Service\u00a0 Kontrollinstrument) .\u00a0 Dies oder Teile davon werden Betreuungseinrichtungen helfen, die Qualit\u00e4t ihrer Beziehungen zu den Familien und die Qualit\u00e4t der Unterst\u00fctzung im Detail zu \u00fcberpr\u00fcfen.<\/p>\n<p>Wir empfehlen den Lesern, die Fr\u00fchf\u00f6rderungs-Website und deren Materialien zu konsultieren, da diese es erm\u00f6glichen, inklusive Praxis sehr viel detaillierter zu entwickeln, wenn erst einmal die Schl\u00fcsselprinzipien, die in diesem Modul vermittelt werden, implementiert worden sind. Die Fr\u00fchf\u00f6rderungs-Website gibt klare Anweisungen f\u00fcr den Gebrauch der Materialien und wie diese implementiert werden k\u00f6nnen, um qualitativ gute Ergebnisse zu erzielen.<\/p>\n<h1>Literatur<\/h1>\n<p>Die folgenden Referenzen werden Ihnen helfen, Ihr Denken und Ihre Praxis weiter in Richtung der Prinzipien und Praktiken der Inklusion zu entwickeln.<\/p>\n<p>Centre for Studies on Inclusive Education (CSIE) (2006) Index for Inclusion \u2013 developing play, learning and participation in early years and childcare.\u00a0 CSIE, Bristol, UK<\/p>\n<p>ISBN 1-872001-45-9<\/p>\n<p>Dies ist eine ausgezeichnete Quelle zur Unterst\u00fctzung der \u201cinklusiven Entwicklung von Kinderg\u00e4rten, Spielgruppen, Eltern und Kind Zentren, Kinderkrippen, Kindertagesst\u00e4tten, Betreuung zuhause, f\u00fcr Clubs und Spielprogramme. Die Unterlagen sind so aufgebaut, dass sie jeder Einrichtung die Herausforderung und Hilfe bieten, mehr inklusiv zu werden, unabh\u00e4ngig davon, f\u00fcr wie inklusiv man sie aktuell h\u00e4lt.\u00a0 Der Index enth\u00e4lt eine Version auf CD. Es wird den Lesern auch geraten, die Website des CSIE unter www.csie.org.uk zu besuchen.\u00a0 CSIE Materialien sind in zahlreichen Sprachen erh\u00e4ltlich.<\/p>\n<p>Thomas, G (1997) Inclusive Schools for an Inclusive Society.\u00a0 British Journal of Special Education.\u00a0 24 (3) 09\/1997<\/p>\n<p>Dieser Artikel bespricht Definitionen von Inklusion und wie sich die Bedeutung von derjenigen der Integration unterscheidet, au\u00dferdem werden weitergreifende Aspekte und Prinzipien von Inklusion besprochen. Dieser Artikel regt zum Nachdenken an.<\/p>\n<p>[1]\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 \u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 H\u00f6rbehinderung ist ein allgemeiner Begriff, der sich auf alle Bereiche des H\u00f6rverlustes bezieht.<\/p>\n<p>[2]\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 \u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Fr\u00fche Einrichtungen meint:\u00a0 Kinderkrippen, Kinderg\u00e4rten und andere Einrichtungen f\u00fcr bis 6 J.<br \/>\n[3]\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 \u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Mit der\u00a0 Bezeichnung \u201cin den fr\u00fchen Jahren der Kinder aktive Fachleute\u201d sind alle Mitarbeiter gemeint, die in den \u201eEinrichtungen der fr\u00fchen Jahre\u201c arbeiten, also Lehrer, Assistenten, Spielgruppenleiter, Kinderg\u00e4rtnerinnen, Babysitter, Nannies und Freiwillige.<br \/>\n[4]\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 \u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Anpassung hei\u00dft, dass Wege gefunden werden sicherzustellen, dass z.B. die Kinder mit H\u00f6rbehinderung in fr\u00fchen Jahren Zugang zu demselben Lehrplan haben wie ihre Altersgenossen. Dies bedeutet normalerweise 1:1-Arbeit um die Sprachentwicklung zu f\u00f6rdern.<br \/>\n[5]\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 \u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Idealerweise sollte diese ruhige Umgebung eine Nachhallzeit von weniger als 0.4 Sekunden und einen Raum-Hintergrundger\u00e4uschpegel von weniger als 40 dB(A) betragen. Externe Fachleute sollten f\u00e4hig sein zu beraten, wie diese Werte erreicht werden k\u00f6nnen. Vgl. auch Modul 2 f\u00fcr Hinweise zu diesem Thema, speziell in F\u00e4llen, wo externe Unterst\u00fctzung nicht erh\u00e4ltlich ist.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Effektive Inklusion Andrew Broughton f\u00fchrt aus, wie die elementare h\u00f6rgesch\u00e4digtenp\u00e4dagogische F\u00f6rderung im Lichte einer Inklusionsstrategie zu handhaben ist. Geboten wird eine \u2018Checkliste\u2019 zur Bewertung der eigenen p\u00e4dagogischen Praxis unter Inklusionsaspekten. Einf\u00fchrung Zielsetzung des Moduls Das Ziel dieses Moduls ist es, die inklusive Praxis f\u00fcr kleine Kinder mit H\u00f6rbehinderung[1]\u00a0 in fr\u00fchen Einrichtungen[2] zu f\u00f6rdern. 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